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Kamp-Lintfort: "Der Schirrhof ist ein Kleinod geworden"

Tag der offenen Tür in Kamp-Lintfort : „Schirrhof ist ein Kleinod geworden“

Ein Tag der offenen Tür und ein Picknick im Park ersetzten eine offizielle Eröffnung des neuen Familien-, Bildungs- und Kulturzentrums an der Friedrich-Heinrich-Allee. Die Stadt investierte dort insgesamt zehn Millionen Euro.

Abschnitt für Abschnitt wurde der Schirrhof renoviert. Doch: „Eine offizielle Eröffnung gab es nie“, sagte Norbert Ballhaus als Vorsitzender der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition am Sonntag. „Das war der Pandemie geschuldet. Deshalb findet heute ein Tag der offenen Tür statt.“ Dieser ersetze, zusammen mit dem zweiten Picknick im Park, eine offizielle Eröffnung.

Zum Tag der offenen Tür zeigte Ballhaus den Besuchern die Vereinsräume der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein, die einer der großen Nutzer des Schirrhofs ist. Die Räume liegen im südlichen Teil des Backsteingebäudes in expressionistischem Stil, das 1920 und 1921 fertiggestellt wurde. „Wir sind sehr froh, hier ein Domizil gefunden zu haben“, sagte Ballhaus. „Neben dem Schirrhof liegt der Lehrstollen, den wir betreuen. Dort bieten wir kostenlose Führungen an, die sehr angenommen werden.“ Das Infozentrum „Stadt und Bergbau“, das im Juni 2020 eröffnet wurde, komplettiert den südlichen Bereich, der sich der Bergbaugeschichte widmet.

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Der mittlere Teil des Schirrhofs gehört als „dritter Ort“ der Kunst und Kultur, der Malerei und der Musik. So war beim Tag der offenen Tür im großen Saal, auch „Pferdestall“ genannt, zum Beispiel der Film „Vom Pütt zum Park“ von Frank Reinert zu sehen. Dieser zeigt, wie das Bergwerksgelände in den Jahren nach dem Ende der Kohleförderung 2012 konvertiert wurde, um 2020 Austragungsort der Landesgartenschau zu werden. Vor dem Pferdestall, in dem vor 100 Jahren Pferde standen und der heute ein Saal für Veranstaltungen ist, stellten Künstler aus, die im mittleren Gebäudeteil ihre Ateliers haben. Im nördlichen Teil hat das SCI-Kinderhaus Platz gefunden, das am Tag der offenen Tür Malen und Werken für Kinder anbot. Östlich des Schirrhoff fand das zweite Picknick im Park statt. Wie das erste Picknick, lockte es mehr als 1000 Besucher an, mit zahlreichen Spiel- und Mitmachangeboten vor allem Kinder. „Der Schirrhof ist ein Kleinod geworden“, sagte Kulturdezernent Dr. Christoph Müllmann am Sonntag. „Inklusive Kauf der Grundstücke hat die Stadt Kamp-Lintfort zehn Millionen Euro investiert. Sieben Millionen hat die Stadt über Zuschüsse erhalten, zum Beispiel vom Land und von der Kulturstiftung NRW. Der Schirrhof wird vielfältig genutzt und gut angenommen. Er hat sich zu einem Highlight der Stadt entwickelt.“