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Kamp-Lintfort: Buckelpiste für BMX-Radler am Schirrhof

Neue Anlage in Kamp-Lintfort : Buckelpiste für BMX-Radler soll kommen

Der 220 Meter lange Pumptrack soll vor allem Jugendliche ansprechen. Es ist die erste größere Anlage dieser Art in der näheren Umgebung. Der Bau der Anlage ist zwischen Schirrhof und Kalisto-Zoo geplant.

Aldekerk hat bereits einen Pumptrack, eine ebene Buckelkiste, wenn auch eine kleine. In Rheinberg gibt es Überlegungen, eine große Pumptrack zu bauen. Und in Kamp-Lintfort sind die Planungen bereits abgeschlossen. Im nächsten Jahr soll der Bau der ersten größeren Pumptrack im näheren Umkreis beginnen.

Die Anlage soll im Süden zwischen dem Schirrhoff an der Friedrich-Heinrich-Allee und dem Zoo Kalisto liegen. In dieser will die Stadt einen 230 Meter langen Parcours errichten (englisch: track). Die „Berge“ der Buckelpiste in der Ebene liegen einen Meter über der Erdoberfläche, die „Täler“ einen halben Meter darunter. „Wenn BMX-Radfahrer im Tal stehend fahren und beim Bergauffahren das Fahrrad nach oben ziehen, werden sie schneller, ohne in die Pedale zu treten“, erläutert Arne Gogol das „Pumpen“ (englisch: pump), das dem neuen Trendsport seinen Namen gab. „Sie werden noch schneller, wenn sie treten.“

Dad-Projekt wurde von der Verwaltung und vom Kamp-Lintforter Martin Richardt angestoßen. Der Landschaftsarchitekt der DTP Landschaftsarchitekten GmbH aus Essen hatte die Idee gehabt, etwas für Jugendliche anzubieten, als er 2019 ein Spiel- und Bewegungsraumkonzept für Kamp-Lintfort ausarbeitete. Er nannte Skater und Biker als mögliche Zielgruppen.

Das Amt für Jugend, Schule und Sport sowie das Planungsamt setzten sich zusammen, um die Idee einer Pumptrack zu entwickeln. Als geeignete Fläche machten sie den Bereich zwischen Schirrhoff und Landesgartenschaupromenade ausfindig, die vom Südtor vorbei am großen Förderturm Richtung Hochschule verläuft. „Ursprünglich haben Mountainbiker auf Pumptracks trainiert, wenn sie nicht in den Bergen fahren konnten“, blickt Arne Gogol auf die Geschichte dieser Anlagen, von denen die ersten vor 20 Jahren in Australien entstanden. „Deshalb sind in der Schweiz viele Pumptracks zu finden.“

Die Fläche für die neue Spiel- und Bewegungsanlage ist ein 100 Meter lang und 35 Meter breit. Sie wird von der Pumptrack dominiert die, asphaltiert ist. Daneben haben die Planer der DTP aus Essen auch eine Rollspielfläche vorgesehen. Das ist eine wellige asphaltierte Fläche, auf der BMX-Biker, Skater und kleinere Kinder mit Laufrädern unterwegs sein können. Die Anlage ist von Bäumen und Sträuchern sowie Bänken und Tischen eingefasst.

Erreichbar ist die Pumptrack von Osten her über einen Weg, der an der Einmündung der Barbarastraße in die Ringstraße an der Lintforter Siedlung startet, um vorbei am Zoo Kalisto über die zukünftigen Bahngleise und die Promenade zu laufen. „Es soll ein unbeschrankter Bahnübergang eingerichtet werden“, erläutert Arne Gogol. „Die Züge dürfen auf dem heutigen Laga-Gelände nur 30 Kilometer pro Stunde fahren. 2026 soll der Bahnbetrieb starten.“

Von der Friedrich-Heinrich-Allee ist der Pumptrack über einen Weg zu erreichen, der nahe der Einmündung des Dieprahmswegs beginnt, um zwischen Schirrhof und Lehrstollen durchzuführen. Wenn grünes Licht aus dem Ministerium kommt, soll im Frühjahr mit dem Bau der neuen Spiel- und Bewegungsraumanlage begonnen werden. Wenn alles gut läuft, könnte die Anlage im Herbst 2021 fertiggestellt sein.