Vogelschießen in Kamp-Lintfort Andreas Kustermann ist Kamper König

Kamp-Lintfort · Der 54-jährige Kamper steht an der Spitze der Schützenbruderschaft St. Josef Kloster Kamp, die 2022 viele Veränderungen vorhat. Auf dem Schützenfest im Juni ersetzt die „Kamper Party“ die Fete „Rock im Zelt“.

 Auf dem Kamper Berg fand wieder ein Vogelschießen statt.

Auf dem Kamper Berg fand wieder ein Vogelschießen statt.

Foto: Norbert Prümen

Nach gut vier Stunden schießt Andreas Kustermann am Samstagabend den Vogel ab, um das erste Königschießen in der Hochschulstadt seit Beginn der Pandemie zu beenden. Mit dem 339. Bolzen holte der 54 Jahre alte Kamper beim Königsschießen der St.- Josef-Schützenbruderschaft Kloster Kamp den letzten Teil des Rumpfes herunter. Den vorletzten Armbrustschuss hatte um kurz vor 20 Uhr seine Frau Renate Kustermann abgegeben, mit der der Diplom-Ingenieur für Maschinenbau um die Königswürde geschossen hatte. „Wir freuen uns sehr“, sagte Renate Kustermann, die einen Tag vor dem Vogelschießen ihren 44. Geburtstag gefeiert hatte, als sie auf dem Abteiplatz die zahlreichen Gratulationen entgegennahmen.

Mit dem 339. Bolzen holte der 54 Jahre alte Kamper Andreas Kustermann beim Königsschießen der St.- Josef-Schützenbruderschaft Kloster Kamp den letzten Teil des Rumpfes herunter.

Mit dem 339. Bolzen holte der 54 Jahre alte Kamper Andreas Kustermann beim Königsschießen der St.- Josef-Schützenbruderschaft Kloster Kamp den letzten Teil des Rumpfes herunter.

Foto: got

Die beiden hatten bereits 2018 zum Prinzgefolge von Ulrich und Ingrid Weinreich gehört, dem scheidenden Kamper Schützenpaar, das durch die Pandemie zwei Jahr länger als geplant im Amt ist. Offiziell inthronisiert werden Andreas und Renate Kustermann am 18. Juni mit dem Krönungsball, der um 19.30 Uhr im Festzelt auf dem Kamper Abteiplatz zwei Wochen nach Pfingsten beginnt. Zuvor ist um 18.30 Uhr Krönungsmesse in der Abteikirche. An dieser Festfolge hat sich am Schützenfest-Samstag nichts geändert, obwohl sich nach zweijährige Pandemiepause bei der Schützenbruderschaft Kloster Kamp einiges neu ist, unter anderem wurde der Vorstand im März 2022 verändert und neu besetzt. Am Freitag des Schützenfestes, am 17. Juni, ersetzt die „Kamper Party“ die Fete „Rock im Zelt“. Spielten bei „Rock im Zelt“ immer zwei Bands, die vor allem Rock- und Popsongs aus den 1970er und 1980er Jahren coverten, tritt diesmal nur eine Band auf. Es ist die Showband „Tante Käthe“, die im Kölner Raum Kultstatus genießt. Sie spielt auch Rock- und Popsongs aus den 1970er und 1980er Jahren, aber auch Schlager und Songs aus der Zeit danach. Karten kosten 15 Euro. Sie sind im Pflanzenzentrum op de Hipt an der B 510, im Haus Bieger auf dem Kamper Berg und bei Brillen Kaiser Kathage an der Moerser Straße 235 erhältlich, wie bislang 750 Stück.

„Wir schauen, wie die Kamper Party läuft, um dann zu entscheiden, ob es eine Fortsetzung gibt“, sagte am Samstagabend Johannes Verhülsdonk, zweiter Brudermeister der St.-Johannes-Nepomuk-Schützenbruderschaft Alt-Lintfort, die das Kamper Schützenfest zusammen mit der Kamper Bruderschaft organisiert. Ebenfalls mit Neuerungen wartet der Familientag am Sonntag, 19. Juni, auf. Erstmals spielt eine niederländische Spaßkapelle auf. „Die acht bis zehn Musiker sind im ganzen Festzelt unterwegs“, erzählte am Samstagabend Heiner op de Hipt als zweiter Kamper Brudermeister.

Auch ein Ponyreiten für Kinder soll es ab 11.30 Uhr zum ersten Mal auf dem Schützenfest geben. Wie in der Zeit vor der Pandemie werden ein Kinderschminken, ein Armbrustschießen mit Pfeilen samt Saugnippeln und eine Hüpfburg angeboten. Auch wie in früheren Jahren gibt es im Festzelt Kaffee und Kuchen.

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