Schulanbau in Kamp-Lintfort Neue Räume für die Niersenbergschule

Kamp-Lintfort · Um acht helle und freundliche Klassenräume reicher ist die Niersenbergschule. Nach einem Jahr Bauzeit werden nach den Herbstferien dort die Grundschulkinder einziehen. Warum Kamp-Lintfort 3,2 Millionen Euro für die Erweiterung und Modernisierung in die Hand nahm.

  v.l. Kai Katarina Leicher, Christoph Landscheidt, Heike Vellar, Birgit Winante, Christoph Müllmann und Beyazid Civgin freuen sich.

 v.l. Kai Katarina Leicher, Christoph Landscheidt, Heike Vellar, Birgit Winante, Christoph Müllmann und Beyazid Civgin freuen sich.

Foto: Norbert Prümen

„Schon wieder ein Anbau, schon wieder eine Erweiterung“, freute sich Bürgermeister Christoph Landscheidt. Acht neue Klassenräume und Differenzierungsbereiche im Anbau an das Hauptgebäude der Niersenbergschule in Kamp-Lintfort wurden jetzt ihrer Bestimmung übergeben. Die Hochschulstadt erfreut sich einer steigenden Einwohnerzahl. Eine Stadt mit eigener Dynamik, die aufgrund der steigenden Anzahl von Schülern die Schullandschaft anpassen muss. Ähnliches gilt für den Kita-Bereich. Nach den Herbstferien werden im Erweiterungsbau Grundschulkinder in den hellen großzügigen Räumen Unterricht erleben.

„Mit der Investition in die Bildung fahren wir gut“, so Landscheidt über das zweistellige Millionenprogramm für die verschiedenen Schulstandorte der Stadt. Der Erweiterungsbau an der Niersenbergschule hat rund 3,2 Millionen Euro gekostet. Die Räume sind mit moderner digitaler Unterrichtstechnik wie digitalen Tafeln ausgestattet. Aktuell fehlt noch das Mobiliar, das aufgrund der aktuelle Lieferschwierigkeiten nach den Herbstferien aufgestellt wird. Der Bau besticht durch seine offene Gestaltung, die so ganz der pädagogische Ausrichtung einer modernen Schule entspricht.

„Wir haben uns vom Frontalunterricht lange verabschiedet. Lernen macht durch die offene räumliche Gestaltung noch mehr Spaß. Die Türen haben Sichtfenster, so dass wir alle Kinder im Blick haben. Alles ist sehr transparent“, freute sich Schulleiterin Heike Vellar. Eines der pädagogischen Ziele der Niersenbergschule ist das individuelle Lernen. „Bei uns kann jeder in seinem Tempo arbeiten“, so die Schulleiterin, die seit 2016 an der Schule ist. „Damals hatten wir 280 Kinder, heute sind es 400.“

Sie lobte die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Hütténes wie mit der städtischen Gebäudewirtschaft, insbesondere Beyazid Civgin. Denn verschiedene gestalterische Wünsche wurden berücksichtigt. Dazu gehört unter anderem die Schaffung von sechs neuen Parkplätzen. Die Umgestaltung des Schulhofes, beispielsweise mit schattenspendenden Bäumen steht noch an. Schon jetzt freue sich das 23-köpfige Kollegium auf den Unterrichtsbeginn im Neubau. Vor allem sei auch das Pendeln der dritten und vierten Klassen von der ehemaligen Hauptschule vorbei.

Die breiten, multifunktionalen Flure laden in die Differenzierungsbereiche zum Lernen und Spielen ein. Sie werden mit Lesesofas und Lernschutzsesseln bestückt und werden zu Inseln der Ruhe, die das Lernen in angenehmer Atmosphäre ermöglichen. Hinzu kommen Billard und Kicker. Schule wie Ganztag profitieren. „Wir freuen uns über den hohen Standard“, sagte Birgit Winante von Caritasverband Xanten-Moers. „Die beginnende Materialknappheit war eine Herausforderung. Die Schule erfüllt gerade im energetischen Bereich viele Aspekte einer modernen Schule. Alles hat in nur einem Jahr geklappt“, so Schuldezernent Christoph Müllmann.

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