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Kamp-Lintfort: Agrobusiness als Zukunftsprojekt

Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort : Agrobusiness als Zukunftsprojekt

Die Laga erfährt mit dem Beitrag der grenzüberschreitenden Partner eine Premiere.

Das Agrobusiness entwickelt ständig neue Produkte, ist so digital wie nur wenige andere Branchen und bei der Unternehmensführung innovativ. Das zeigt auch der Ausstellungsbeitrag „Regional Skill Labs“ auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort. Agrobusiness steht für Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung. Der jetzt vorgestellte Beitrag ist der erste deutsch-niederländische in der 50-jährigen Geschichte der Laga. Ziel ist es die Innovationskraft vorzustellen.

„Bei der Landesgartenschau 2003 im westfälischen Gronau beteiligte sich die Gemeinde Losser auf niederländischer Seite“, sagt Gerard Meekers. „Aber es war kein gemeinsames niederländisch-deutsches Projekt.“ Er ist Lehrer am Zone College in der Stadt Amelo. Dieses Berufskolleg in der niederländischen Provinz Overijssel ist einer der Projektbeteiligten. Schüler entwickelten dort zum Beispiel einen Vla, einen Trinkjoghurt, der nach grünem Tee schmeckt und demnächst von einem Unternehmen auf den Markt gebracht werden soll. Beim Laga-Beitrag „Regional Skills Lab“ sollen sich Besucher auf Bildschirmen diese Geschichte anschauen können. Eine andere ist zum Beispiel, wie sich Unternehmen des Agrobusinesses im Internet und den Sozialen Netzwerken präsentieren.

Weitere Partner des Interreg-Projektes sind auf niederländischer Seite das Citaverde College bei Roermond sowie das Huis van de Brabants Kempen, ebenfalls in der Nähe der Hauptstadt Brabants angesiedelt. Partner auf deutscher Seite sind unter anderem der Interessenverband Agrobusiness Niederrhein aus Straelen und das Krefelder Bildungsinstitut IMBSE.

Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union. „Das Projekt geht über die Grenze hinaus, über die Landesgrenze“, sagt IMBSE-Projektkoordinatorin Alexa Willem. „Es geht über den Horizont hinaus. Es geht um die Zukunft von Gartenbau und Landwirtschaft.“ Die Besucher starten auf den 100 Quadratmetern des Laga-Beitrags „Regional Skills Lab“ unter anderem eine digitale Schnitzeljagd.