Kamp-Lintfort: 55 Plätze über Aufnahmekapazität.

Kitas in Kamp-Lintfort : 55 Plätze über der Aufnahmekapazität

Für das Kita-Jahr 2020/21 verzeichnet die Stadt Kamp-Lintfort mehr Anmeldungen, als Platz in den Ü3-Gruppen zur Verfügung steht. Die Verwaltung legt einen Lösungsvorschlag vor, um die Betreuung sicherzustellen.

1417 Anmeldungen liegen im Rathaus für das Kita-Jahr 2020/21 vor. Gefragt sind 1189 Plätze für Kinder über drei Jahre und 228 für Unter-Dreijährige. Nach Ablauf der Anmeldefrist bei Kita-Online ist jedoch klar, dass im Ü3-Bereich die Aufnahmekapazität überschritten ist: Es werden insgesamt 55 Plätze mehr benötigt, als aktuell in der Kloster- und Hochschulstadt vorhanden sind. Die Stadtverwaltung hat für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses einen Lösungsvorschlag erarbeitet. Das Gremium befindet darüber in der Sitzung am Mittwoch, 29. Januar, ab 15 Uhr.

Bereits in der Vorlage des „Integrierten Kita- und Schulentwicklungsplan für die Stadt“ hatte die Verwaltung darauf hingewiesen, dass es aufgrund der steigenden Geburtenzahlen in den vergangenen Jahren und der Zuzüge junger Familien mit Kindern zu einem Anmeldeüberhang im Kita-Bereich kommt. Aus dem Papier geht weiter hervor, dass die Stadt Kamp-Lintfort in den kommenden Jahren weiter in ihre Kindertagesstätten investieren muss, wenn sie den seit Jahren wachsenden Kinderzahlen gerecht werden will. Die finanziellen Ausgaben betragen 20 Millionen Euro.

Um den kurzfristigen Engpass für das Kita-Jahr 2020/21 zu überbrücken, schlägt die Stadtverwaltung dem Jugendhilfeausschuss folgenden Lösungsansatz vor: Wenn das SCI-Kinderhaus, das seinen Betrieb in der ehemaligen Hauptschule im Niersenbruch bereits aufgenommen hat, im kommenden Herbst in die neu eingerichtete Kindertagesstätte im Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee zieht, werden die Räumlichkeiten im Niersenbruch im Übergang als städtische Einrichtung mit drei Gruppen weiter genutzt.

Es handelt sich um den vorgezogenen Start der Kita, die bis 2021 am Bismarckplatz neu gebaut werden soll. Erst wenn der Neubau, der künftig sechs Gruppen beherbergen soll, steht und der Umzug beendet ist, soll das Gebäude im Niersenbruch, wie geplant, zu einer fünfgruppigen Kita ausgebaut werden. „Die vorgesehene Maßnahme für den Umbau und Ausbau als Kita der Lebenshilfe wird um etwa ein Jahr verschoben“, erläutert Dezernent Christoph Müllmann in der Vorlage für den Jugendhilfeausschuss am Mittwoch. Die Einrichtung, für die die Lebenshilfe Duisburg seit 2018 als Träger feststeht, könnte demnach im Jahr 2022 oder 2023 an den Start gehen.

Weiterhin geplant ist, den Standort der Kita Wirbelwind II zu einer eigenständigen dreigruppigen Kita auszubauen. Laut Verwaltung ist in der Haushalts- und Finanzplanung auch der Bau einer weiteren neuen Kita auf dem ehemaligen Holstein-Gelände berücksichtigt.

Der Jugendhilfeausschuss tagt am Mittwoch, 29. Januar, 15 Uhr, im Rathaus Kamp-Lintfort. Auf der Tagesordnung steht auch ein Bericht über das Ferienangebot „Holiday Fun“.