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Kamp-Lintfort: 15 Gymnasiasten sind ausgebildete Sporthelfer

Sport und Schule in Kamp-Lintfort : 15 Gymnasiasten sind ausgebildete Sporthelfer

Das Sporthelfer-Programm hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche in der Schule genauso wie im Verein in Bewegung zu bringen.

„Wir haben uns für den Sporthelfer-Kurs entschieden, weil wir lernen wollen, wie man mit Kindern umgeht. Außerdem ist der Kurs ganz hilfreich, wenn man einen Trainerschein C machen möchte. Das haben wir für unsere Vereine vor. Da wird die Sporthelfer-Ausbildung angerechnet“, erklären Soraya und Katharina aus der EF einig. Dana, ebenfalls EF, ergänzte: „Im Kurs haben wir viele interessante Spiele kennengelernt und ausprobiert und viel Input erhalten, was man mit Kindern machen kann und worauf man achten muss.“

Insgesamt nahmen 15 Jugendliche aus der 9. und 10. Jahrgangsstufe am Georg-Forster-Gymnasium an der praxisorientierten Qualifizierung teil: Viereinhalb Monate trafen sie sich alle zwei Wochen für drei Stunden am Freitagnachmittag. Sie lernten verschiedene Sport- und Bewegungsspiele kennen und probierten sie aus, übten den Umgang mit Konflikten und das Schlichten von Streitigkeiten. Eine Übersicht über gängige Unfallverletzungen und der Umgang mit ihnen standen auch auf dem Programm. Dabei profitierten die Jugendlichen davon, dass einige unter ihnen sich auch für den Schulsanitätsdienst engagieren. Nach den Sommerferien werden dann alle 15 Jugendlichen zumindest die Erste-Hilfe-Ausbildung erhalten haben.

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Nikolai Prang, für die Organisation des Programms seitens der Schule zuständig, resümierte: „Das Programm ist eine tolle Sache für die Jugendlichen. Es bringt Theorie und Praxis unter einen Hut – auf das Alter der Teilnehmenden zugeschnitten. Den Kurs freitags von der siebten bis zur neunten Stunde alle zwei Wochen durchzuziehen, ist schon eine Herausforderung. Das rechne ich den Jugendlichen hoch an. Die Erfahrungen zeigen, dass das für alle ein Gewinn ist: Der Kurs stärkt das Selbstvertrauen der Jugendlichen, es entstehen mehr Kontakte zwischen jüngeren und älteren Schülerinnen. Ein netter Nebeneffekt für uns, dass kompetente Helfende den Sponsorenlauf und die Sporttage mittragen.“

Die Ausbildung zum Sporthelfer war für die Jugendlichen kostenlos, denn das Programm finanzierte die Stadt Kamp-Lintfort. Geplant ist, dass die Sportkollegen Nicolai Prang und Robert Raser im Herbst die Schulung absolvieren, Sporthelfer auszubilden, mit dem Ziel, das Programm dann am Gymnasium kontinuierlich fortführen zu können. Die Stadt habe bereits zugesichert, den Aufbaukurs auch finanzieren zu wollen. Denn die meisten der 15 ausgebildeten Jugendlichen haben durchaus Interesse, ihr Engagement fortzuführen.

Das Sporthelfer-Programm will Kinder und Jugendliche in der Schule genauso wie im Verein in Bewegung bringen. Es ist verankert in der Zielvereinbarung „Nr. 1: Sportland Nordrhein-Westfalen“, die die Landesregierung mit dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen vereinbart hat, und ein zentraler Bestandteil des Programms „NRW bewegt seine Kinder“ des Landessportbundes NRW ist.