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Kamp-Linitfort: Ein Schiff für die Georg-Forster-Weltumsegler

Schule in Kamp-Lintfort : Ein Schiff für die Georg-Forster-Weltumsegler

Der Pausenhof des Gymnasiums wird aufwendig saniert. Die Neugestaltung sieht verschiedene Sitz- und Bewegungsangebote vor. Die Stadtverwaltung beteiligte die Georg-Forster-Gymnasiasten an der Ideenfindung.

Der östlichste der drei Pausenhöfe am Georg-Forster-Gymnasium ist in die Jahre gekommen. Der Aufwand, die kahle Asphaltfläche instand zu halten, wurde immer größer. Das soll sich ändern: Die Stadt Kamp-Lintfort wird den Schulhof aufwendig sanieren. Die Aufträge sind raus. Baubeginn ist für November/Dezember geplant. Die Gymnasiasten dürfen sich freuen, denn ihre Wünsche und Vorschläge sind in die Planung der Stadtverwaltung für die 3000 Quadratmeter große Fläche eingeflossen.

„Wir haben im Februar die Schüler zu einer Ideenfindung zur Umgestaltung des Hofes aufgerufen. Zuvor hatten wir Schulleiter Alexander Winzen kontaktiert und unser Vorhaben erläutert. Er hat daraufhin alle Schüler, die damals noch im Distanzunterricht waren, per E-Mail angeschrieben“, berichten Planerin Nicole Lohbeck und Anke Oymann, Abteilungsleiterin im städtischen Tiefbau- und Grünflächenamt, im Gespräch mit dieser Zeitung. „Die meisten Schüler wünschten sich mehr Sitzmöglichkeiten. Sie wollten mehr Bewegungsangebote. In der Gestaltung sollte ein Bezug zu Georg Forster, dem Namensgeber des Gymnasiums, hergestellt werden.“

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Eine schöne Vorlage für Nicole Lohbeck, die als städtische Planerin die Entwürfe für die neue Schulhofgestaltung entwickelte. Herzstück des neuen Pausenhofs, der in unterschiedliche Bereiche eingeteilt werden soll, wird ein Schiff zum Chillen sein. „Georg Forster war ja ein Weltumsegler“, erläutert die Planerin ihren Entwurf. Mike Oberhäuser, Inhaber von „Naturdesign am Niederrhein“, wird das etwa zwölf Meter lange Schiff aus Robinienholz vor Ort bauen. „Es ist die Andeutung eines Schiffs – wie ein Skelett, aber robust“, beschreibt Nicole Lohbeck das Vorhaben.

Die Schüler können dort in den Pausen klettern oder in Netzen ausruhen. Darunter wird ein besonderer Fallschutz aus blau gefärbten Holzhackschnitzeln angebracht, der auch Rollstuhl-gerecht befahrbar sein wird. Eine zweireihige Sitzarena soll die Schiffsfläche umsäumen und künftig als offenes Klassenzimmer genutzt werden können. In einem weiteren Bereich ist ein Kletterparcours, eine Turn- und Gymnastikstrecke aus robusten Materialien, vorgesehen: Reckstangen und Hürden sollen die Gymnasiasten einladen, sich in den Pausen zu bewegen.

Für einen weiteren Bereich hat Nicole Lohbeck eine aufgezeichnete Weltkugel eingeplant, die einen Durchmesser von neun Metern haben wird. „Sie wird wie ein Zebrastreifen auf den Boden aufgemalt.“ Die vorhandenen Tischtennisplatten bleiben an anderer Stelle erhalten. Sie werden nur umgesetzt. Drei neue Bäume, mittig platziert, sollen für Schatten auf dem Hof sorgen. Mehrere Tisch-Bank-Kombinationen hat die Planerin im nördlichen Bereich für die Gebäude-Nischen vorgesehen. Eine wassergebundene Wegedecke und Rasen komplettieren die Neugestaltung. Im westlichen Bereich werde der Rasen durch eine Blumenwiese ersetzt.

Es ist nicht der erste Schulhof in Kamp-Lintfort, der eine Neugestaltung erfährt. Beste Beispiele sind die Pausenhöfe von Ernst-Reuter-Schule an der Sudermannstraße und Pappelseegrundschule an der Montplanetstraße. Die Bauphase auf dem Hof des Georg-Forster-Gymnasiums soll in zwei Bauabschnitten gegliedert werden, so dass ein Teilbereich des Schulhofes weiterhin zugänglich sein wird. Anke Oymann und Nicole Lohbeck rechnen mit der Fertigstellung Mitte Januar 2022. In Folge des Ausbaus muss auch der Regen- und Abwasserkanal im Bereich des Schulhofes erneuert werden.

www.kamp-lintfort.de