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Kamp-Lintfort: Inklusive Kita in Hoerstgen expandiert

Kamp-Lintfort : Inklusive Kita in Hoerstgen expandiert

Seit August hat die Kita Alte Schule Hoerstgen eine dritte Gruppe. Sie kam damit dem Wunsch der Stadt Kamp-Lintfort nach. Es gibt noch Plätze für Kinder ohne Förderbedarf.

In der inklusiven Kindertagesstätte Alte Schule Hoerstgen werden aktuell Laternen gebastelt. Die Kita, die im August 2015 als Elterninitiative an den Start ging, bereitet sich derzeit auf den Martinszug vor. Aktuell besuchen 33 Kinder ab drei Jahren die Kita und fühlen sich in den Gruppen mit Tiernamen Biber, Eule und Frosch richtig wohl. Erst vor kurzem kam die dritte Gruppe hinzu, wie Einrichtungsleiterin Doris Hartmann erzählt. "Die Stadt suchte Kindergartenplätze, und wir konnten zum 1. August diese Gruppe eröffnen", sagt sie. Von derzeit insgesamt 33 Kindern haben 14 Kinder Förderbedarf und sind so genannte Inklusions-Kinder. Die Gruppen sind überschaubar, "denn die Zahl der I-Kinder gibt die Zahl der Regelkinder vor", erläuterte Nicole Wamers vom Vorstand der Elterninitiative den Schlüssel. "Bis zu sechs Kinder mit Förderbedarf könnten wir in die jeweilige Gruppe aufnehmen", sagt Doris Hartmann.

Derzeit betreuen 15 Fachkräfte inklusive hauswirtschaftlicher Kräfte die Knirpse in der Alten Schule im möglichen Zeitraum von 7.30 bis 16.30 Uhr. Täglich wird vor Ort frisch gekocht. Das integrativ arbeitende Team ist, so Doris Hartmann, aufgrund von beruflicher Erfahrung und zusätzlicher Fortbildung gut aufgestellt. "Für Kinder mit auffälligem Verhalten braucht man viel Fingerspitzengefühl und eine intensive Betreuung." Wertschätzende und verstärkende Haltung gegenüber allen Kindern ist das pädagogische Konzept in der Alten Schule.

Verschiedene notwendige Therapien werden begleitend im Haus angeboten. Bei den Vorbereitungen für die dritte Gruppe waren innerhalb kürzester Zeit die inklusiven Plätze vergeben. "Wir haben noch Plätze für Kinder ohne Förderbedarf und sind weiter auf Expansionskurs", so Nicole Wamers. Das Kita-Gelände rund um die Alte Schule ist aufgrund verschiedener Standortfaktoren ideal. "Die Kinder gehen in den nahegelegen Wald zum Kastaniensammeln, sind schnell draußen in der Natur", so Wamers.

Die umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe werden regelmäßig besucht. Doris Hartmann ergänzt die Einschränkungen: "Für manche Eltern mit Wohnsitz in Kamp-Lintfort ist die Anfahrt zu uns schwierig, weil ein Auto fehlt. Auch sind wir in der Stadt noch nicht so bekannt."

Die Bilanz fällt positiv aus. Innerhalb des Gebäudes sorgen die großzügigen Räumlichkeiten und das Bewegungsbad für eine entspannte Atmosphäre. Hinzu kommen soll demnächst auch so genannter Snoozzle-Raum, der Kindern eine Auszeit ermöglicht. Ein wenig Sanierungsstau gibt es im unteren Sanitärbereich, so die Bilanz. "Alles ist bei uns in Bewegung. Wir stellen uns den Herausforderungen und mögen keinen Stillstand", so Doris Hartmann. Wesentlichen Anteil an der Entwicklung haben auch die Eltern, die beispielsweise nach Plan 24 Stunden im Jahr mithelfen.

Gerade die nahende Adventszeit gibt das Tempo und die Themen vor. Pfarrer Maser gehört mit zu den regelmäßigen Besuchern des Hauses, der aus dem kirchlichen Jahreskreis berichtet. "Im Dorf sind wir gut aufgenommen. Wir stellen bald in Hoerstgen den Tannenbaum mit auf", sagt Nicole Wamers über eine der nächsten Aktivitäten. Eines der nächsten Projekte ist eine tiergestützte Therapie für die Kita-Kinder. Dann soll über ein weiteres Projekt der Kontakt zur älteren Bevölkerung gepflegt werden.

An Projekten und Ideen fehlt es nicht. Die Resonanz gibt dem Team der Alten Schule Hoerstgen recht. "Alle sind begeistert. Durch den Kontakt untereinander profitieren unsere Kinder. Sie sind sozial", betont Nicole Wamers.

Alle Infos auch unter www.alte-schule-hoerstgen.de oder telefonisch unter 02842 986297.

(RP)