Initiative in Kamp-Lintfort sucht Sponsoren und Paten.

Naturschutz in Kamp-Lintfort : Bienenweide statt Modellbootbecken

Die Initiatorinnen suchen Sponsoren und Paten, die helfen wollen, auf der Fläche ein Meer aus Blumen für Bienen, Hummeln und Co. anzulegen.

Das Modellbootbecken im Pappelseepark liegt seit vielen Jahren brach. Irgendwann in den 1970er Jahren angelegt, rottete es zuletzt vor sich hin. „Die Stadt hat das Becken inzwischen mit Aushub verfüllen lassen“, berichtet Marga Feistner. Ein trostloser Anblick, der aber nicht von Dauer sein soll. Schon im nächsten Sommer könnte dort eine Bienenweide blühen – ein Meer aus Blumen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. Die Idee dazu stammt von Marga Feistner und Heidi Harhoff-Bruns. Beide engagieren sich im Förderverein Landesgartenschau 2020 und sind leidenschaftliche Gartenliebhaberinnen. „Das Insektensterben ist aktuell in aller Munde und schnelles Handeln wichtig. Bienen und andere Fluginsekten haben es schwer, Nahrung zu finden, da kaum noch blühende Pflanzen in den Gärten und Parks zu finden sind. Klar versucht man, im eigenen Garten eine große Vielfalt an bienenfreundlichen Pflanzen und Unterschlupfmöglichkeiten für Wildbienen zu schaffen. Aber der Platz in einem Reihenhausgarten ist doch sehr begrenzt“, sagt Marga Feistner. Und so kamen die beiden Hobbygärtnerinnen auf die Idee, ob nicht das seit Jahren brachliegende Modellbootbecken eine Grundlage für eine Bienenweide sein könnte.

Unterstützung erhielten sie von der Stadt, der Initiative „Kamp-Lintfort summt“ und dem Ehepaar Reiner und Stephanie Winkendick, das mit seinem Fachwissen nicht nur berät, sondern auch mit anpackt. Die Bereitschaft anzupacken und mitzumachen, habe auch die Pappelseegruppe zugesagt, die mit zahlreichen Projekten das Gelände rund um den Pappelsee extrem aufgewertet hat. Neben der Vorbereitung des 1200 Quadratmeter großen Beckens sei die Anschaffung geeigneter Pflanzen wichtig, um für viele Jahre einen blühenden Präriegarten zu garantieren. „Der Boden sollte so mager wie möglich und die Bepflanzung äußerst dicht sein“, so Reiner Winkendick in einer Pressemitteilung. „Damit hält sich sowohl die Pflege als auch der Wasserbedarf der Pflanzen in Grenzen“. Für die Anschaffung robuster und geeigneter Pflanzen werden jetzt Sponsoren und Paten gesucht, die ein Stückchen Bienenweide ermöglichen wollen. Denn die Umsetzung der Pläne machen einige tausend Euro nötig. Die Initiatorinnen hoffen, dass sich Paten finden, die für einen Quadratmeter-Preis von 25 Euro die Möglichkeit nutzen, mit dazu beizutragen, ein kleines Paradies für die nützlichen Insekten zu erschaffen. Spenden können auch über die Spendenplattform „Gut für Kamp-Lintfort“ getätigt werden. „Erste Spenden haben wir schon bekommen“, berichtet Marga Feistner. Heidi Harhoff-Bruns ist sicher, dass es spätestens zur Laga 2020 kräftig blüht. „Das Modellbootbecken sei, so heißt es in der Pressemitteilung,  ein Schandfleck. Schon im nächsten März soll die Pflanzaktion starten. Feistner: „Es wird jede Hand gebraucht.“ Denn auch die Pflege soll in Eigenleistung erbracht werden.

Spenden kann man auf das Konto des Laga-Fördervereins, Stichwort: Bienenweide am Pappelsee, IBAN DE44 3505 0000 0200 2983 47. Spenden können auch über das Spendenportal der Sparkasse unter www. gut-fuer-kamp-lintfort.de getätigt werden.