Kamp-Lintfort: In Kamp-Lintforts Osten soll eine weitere Logport-Zufahrt entstehen

Kamp-Lintfort : In Kamp-Lintforts Osten soll eine weitere Logport-Zufahrt entstehen

Das Logistik- und Industriegelände soll auch über Vinnmannsweg und Haarbeckstraße erschlossen werden. Ursprünglicher Plan entfällt.

Am schnellsten zu Logport IV geht es über die Verlängerung der B 528 in Kamp-Lintfort. Der Ausschuss für Stadtentwicklung gab in seiner Sitzung am Dienstag nun grünes Licht für eine Änderung des Bebauungsplans, damit künftig die östlichen Teile des noch jungen Industriegebietes auch über Vinnmannsweg und Haarbeckstraße an die Autobahn 57, Anschlussstelle Kamp-Lintfort, zu erreichen sind. Wie die Verwaltung in der Beschlussvorlage erläutert, war ursprünglich geplant, die verkehrliche Erschließung dieses Bereichs über eine Stichstraße von der Norddeutschlandstraße verlaufen zu lassen. Diese ist direkt an die B 528 angebunden. Das Vorhaben kann aufgrund der Geländesituation allerdings nicht realisiert werden.

"Im Rahmen der Baureifmachung der westlichen Teilfläche des Industriegebiets wurde für die westlichen Grundstücke ein einheitliches Höhenniveau hergestellt, das 2,5 bis drei Meter über dem Niveau der östlichen Flächen liegt", heißt es in der Beschlussvorlage, die im Ausschuss für Stadtentwicklung vorlag. Die Grenze zwischen den vermarkteten Grundstücken und dem Änderungsbereich werde durch eine steile Böschung gebildet, die einen Anschluss der östlich gelegenen Flächen an Logport IV nicht mehr möglich mache. Für die Planungen müssen sowohl Haarbeckstraße als auch Vinnmannsweg umgestaltet werden. Angedacht ist, die Einmündung des Vinnmannswegs und die Zufahrt zur Kiesgrube zu einer Einmündung zusammenzufassen. Dafür muss der Vinnsmannsweg zurückgebaut werden. "Die grundsätzliche Konzeption des Industriegebietes, die sich in der Art und dem Maß der baulichen Nutzung sowie in der Zuordnung der Flächen zueinander ausdrückt, bleibt unverändert", teilte die Stadtverwaltung in ihrer Beschlussvorlage mit.

Das Vorhaben wurde unter anderem in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Laut Verwaltung nahmen nur etwa 30 Kamp-Lintforter an dieser Informationsveranstaltung teil. "Gegenüber der Erschließung über Vinnmannsweg und Haarbeckstraße wurden nur hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Haarbeckstraße in die Moerser Straße und die Autobahn-Anschlussstelle Kamp-Lintfort Bedenken geäußert", berichtete die Verwaltung. Auch der Stadtentwicklungsausschuss zeigte keine Bedenken. Die Politiker interessierte vielmehr, wie viele Arbeitsplätze durch Logport entstanden sind. Laut Bürgermeister Christoph Landscheidt sind es "einige 100." Heinz-Peter Ribbrock (FDP) sorgte sich um die Lkw-Fahrer. Er bemängelte, dass es auf Logport keinen öffentlichen Parkplatz gebe, so dass sie ihre Ruhezeiten einhalten können und nicht im öffentlichen Raum parken.

(RP)
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