Im Zechenpark dürfen Kinder in Kamp-Lintfort bald klettern, rutschen und spielen.

Spielelandschaft im Zechenpark Kamp-Lintfort : Im Zechenpark dürfen Kinder bald klettern, rutschen und spielen

Der Förderturm von Schacht I als Kletterturm mit Röhrenrutsche, Spiel- und Turngeräte in Form von Waschkaue, Stollen und Kriechschacht – die Bergbaugeschichte Kamp-Lintforts wird sich auf dem im künftigen Zechenpark geplanten Spielplatz deutlich widerspiegeln.

In einer Sondersitzung von Jugendhilfe- und Stadtentwicklungsausschuss hat der Spielgerätehersteller Proludic seine Ideen und sein Konzept für das weitläufige Areal vorgestellt, das entlang der Ringstraße entstehen wird. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Frankreich hat, hatte sich mit seinem Konzept an dem von der Landesgartenschau-GmbH ausgelobten Vergabeverfahren beteiligt und den Zuschlag für das 450.000 Euro-Projekt erhalten. „Es wird ein Spielplatz entstehen, der den Kindern auf Dauer zur Verfügung stehen soll“, betonte Ausschussvorsitzender Jürgen Preuß. Die Vertreter von Proludic, die die Entwürfe präsentierten, versprachen den Politikern: „Es wird noch grüner in Kamp-Lintfort.“

Die Spielelandschaft wird sich direkt an das erlebnispädagogische Zentrum „Kalisto“ anschließen. Vorgesehen sind drei Spielfelder von unterschiedlicher Größe, die von Süd nach Nord die Industrievergangenheit des Ortes mit der geplanten Parkanlage verbinden sollen. „Die Spielgeräte werden individuell für Kamp-Lintfort gestaltet und hergestellt. Es gibt sie nirgendwo anders“, betonten die Unternehmensvertreter. Auf etwa 130 Quadratmetern entsteht auf dem ersten Spielfeld ein Bereich für Kinder ab drei Jahren. Der Kohleabbau ist dort wie auf den beiden anderen Feldern das Leitmotiv der Gestaltung. Leitfarbe ist Grün. Es entstehen Wippen und Schaukeln, eine Wackelplattform für zwei bis drei Kinder und eine Sandfabrik. Ein Highlight wird ein Kriech- und Krabbelschacht sein. Auf dem mittleren Spielfeld wird ein Kletterturm errichtet, der Schacht I des ehemaligen Bergwerks West nachempfunden sein wird. Die Kinder können über unterschiedlichen Ebenen den Turm hinauf klettern und durch eine Röhrenrutsche wieder verlassen. Unter einem Förderrad sollen Klettersteine und Trampoline zum Spielen einladen. Das dritte Spielfeld wird sich insbesondere an ältere Kinder richten. Auch für sie soll ein Aussichtsturm errichtet werden, aber auch ein Netzseilgarten und Hängematten zum Chillen. Die Pläne stießen auf eine positive Resonanz. Hans-Peter Ribbrock (FDP) wollte dennoch wissen, ob Kinder in die Planung einbezogen wurden. Wie Lydia Kiriakidou, Leiterin des Amtes für Schule, Jugend, Sport, mitteilte, hat die Stadt bereits 2017 alle Kitas und Schulen nach ihren Wünschen befragt. „Die Erkenntnisse sind in die Planung eingeflossen.“

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