Im Sommer fehlen Blutkonserven in Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort : Im Sommer fehlen die Blutkonserven

Die Blutspendeaktion findet am Donnerstag in der Bildungsstätte des St.-Bernhard-Hospitals statt.

Blut ist im Krankenhausalltag unverzichtbar. Opfer schwerer Verkehrsunfälle sind nur eine Gruppe von Patienten, die ohne Blutkonserven keine Überlebenschance hätten. Doch auch im normalen Krankenhausalltag gehört Blut als Bestandteil unverzichtbar zu vielen Therapien. Schon heute wird jedes dritte Blutpräparat für Krebspatienten in der Chemotherapie eingesetzt. So werden bundesweit täglich mehr als 15.000 Blutkonserven benötigt.

Am Donnerstag, 30. August, steht das Blutspendeteam des DRK in der katholischen Bildungsstätte des St. Bernhard-Hospitals, Bürgermeister-Schmelzing-Straße 90, für die Spender bereit. Von 11.30 bis 16.30 Uhr kann sich jeder Gesunde ab 18 Jahren in den Dienst der guten Sache stellen. Dr. Gero Frings, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin, hat bei dieser Aktion vor allem den Mangel an Blutkonserven gerade in den Sommermonaten im Blick: „Wir möchten mit diesem Spendetermin in der Sommerzeit auch Neuspender aus der Bevölkerung und aus den Reihen unserer Mitarbeiter erreichen“, sagt der Notfallmediziner.

Da niemand besser weiß, als die Mitarbeiter eines Krankenhauses, wie wichtig Blutspenden sind, lädt das DRK zusammen mit dem St.Bernhard-Hospital wieder zu einer Blutspende-Sonderaktion ein. „Neuspender“ sind herzlich willkommen, denn viele der bisherigen Spender können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an der Blutspende teilnehmen. Hier gehen die Auszubildenden der Katholischen Bildungsstätte St. Bernhard-Hospital mit gutem Beispiel voran und unterstützen tatkräftig mit der Aktion „Sei ein Held – Rette Leben“ die Blutspendeaktion. Die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger/innen befassen sich auch im Rahmen einer Projektarbeit intensiv mit diesem wichtigen Thema. Jeder Spender sollte seinen Spenderausweis und Neuspender ihren Personalausweis mitbringen.

Für die Blutspender besteht dann auch die Möglichkeit, sich für eine mögliche Knochenmarksspende typisieren zu lassen. Dafür wird mit Einverständnis des Spenders direkt in Verbindung mit der Blutspende eine entsprechende Probe entnommen. Für den Blutspender selbst ist jede Blutspende wie ein kleiner Gesundheits-Check. Denn Puls, Blutdruck und natürlich das gespendete Blut werden gründlich im Labor untersucht. Bei auffälligen Befunden wird der Spender sofort informiert.

Auf der Homepage www.blutspendedienst-west.de gibt es viele Informationen rund um die Blutspende sowie die Spendetermine in der Region.

(RP)
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