IG Dachsbruch weist Vorwürfe von Charlotte Quik zurück

„Es wurde nicht gedroht“ : IG Dachsbruch weist Quik-Vorwürfe zurück

Nachdem die CDU für eine Ausweitung des Kiesabbaus in Kamp-Lintfort gestimmt hat, fühlte sich die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik am Freitag im Parlament von Kiesgegnern bedroht. Dieser Darstellung widerspricht die IG Dachsbruch nun deutlich.

Die Interessengemeinschaft Dachsbruch hat die Vorwürfe der Landtagsabgeordneten Charlotte Quik (CDU) zurückgewiesen, die sich am vergangenen Freitag im Landtagsgebäude von den Kiesgegnern bedroht gefühlt hat. „Ich habe den Eindruck, dass Frau Quik das Gespräch mit der RP benutzt hat, um von sich abzulenken“, meint Mitglied Theo Rams. Es sei ein Zufall gewesen, dass die drei Mitglieder des Landtages nach der Abstimmung im Parlament im Flur des Landtages angesprochen worden seien. „Diese unverhoffte Gelegenheit für uns noch einmal mit den Abgeordneten sprechen zu können, passte den Landtagsabgeordneten überhaupt nicht.“

 Man sei nicht als Phalanx von Kiesgegnern aufgetreten, weist Rams den Vorwurf zurück. Als Phalanx werde eine dicht geschlossene Kampfformation schwerbewaffneter Infanterie bezeichnet. „Die Wahrheit ist, dass nicht einmal ein Dutzend Frauen und Männer auf die drei Abgeordneten zugegangen sind, um Fragen stellen zu können. Ich wollte nachfragen, warum die drei Mitglieder des Landtages nicht für ihre und unsere Heimat gestimmt, sondern mit ihrer Stimmabgabe zugunsten der Kiesindustrie dafür gesorgt haben, dass im Kreis Wesel 300 Hektar mehr als bisher ausgekiest werden kann.“ Im Gespräch sei es zu einer hitzigen Debatte gekommen. „Aber es wurde nicht geschrien, auch nicht gedroht oder beschimpft. Als Frau Quik einem Sprecher ins Wort fiel, sagte dieser laut und deutlich, sie soll jetzt mal den Mund halten. Das nahm Frau Quik zum Anlass, sich auf dem Absatz herumzudrehen, um sich den kritischen Fragen zu entziehen.“

 Rams: „Die Art und Weise, wie im Landtag miteinander umgegangen, artikuliert, verhöhnt, ausgelacht und mit Zurufen gestört wird, hatten wir als Zuhörer erlebt. Frau Quik war keine Ausnahme und hatte während der Debatte dazu ihren Teil, wie wir sehen und hören konnten, beigetragen. Wer austeilt, sollte auch einstecken können, heißt es im Volksmund.“

(RP)