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Kamp-Lintfort: Hunde im Winter: Tipps für Halter

Kamp-Lintfort : Hunde im Winter: Tipps für Halter

Der Bund Deutscher Tierfreunde rät zur Vorsicht bei Winterspaziergängen.

Nicht nur die Menschen müssen sich vor Sturm und Kälte schützen. "Auch unsere Haustiere brauchen besondere Vorsichtsmaßnahmen", teilt der Bund Deutscher Tierfreunde aus Kamp-Lintfort mit. Ausgedehnte Spaziergänge beispielsweise sollten mit Hunden in der Kälte und im eisigen Schnee abgekürzt werden - und auf jeden Fall sollte der Hund immer in Bewegung bleiben: "Wenn ein Hund zittert oder die Rute einzieht, sollte er schnell zurück ins Warme."

"Winterkleidung" wie Mäntel oder Hundeschuhe seien bei gesunden Tieren meist unnötig. Als Wärmeschutz reiche das Fell aus. "Für alte oder kranke Tiere und Rassen mit extrem kurzem Fell kann ein Hundemantel in Ausnahmefällen jedoch nützlich sein. Ebenso unter Umständen Hundeschuhe, die Tiere mit weichen oder rissigen Ballen vor allzu scharfkantigem Eis und Streusalz schützen. Empfindliche Pfoten können auch mit Vaseline geschützt werden, da sonst das Salz Schmerzen verursachen kann. Nach dem Spaziergang sollten Salz und Eisklumpen immer mit lauwarmem Wasser abgespült werden."

Der Bund Deutscher Tierfreunde rät zudem bei Schneespaziergängen zur Vorsicht. "Hunde haben Schnee eigentlich grundsätzlich zum Fressen gerne. Ein paar Flocken verträgt jeder Hund, aber wenn es zu viel wird, kann es gesundheitliche Probleme geben." Eiskalter Schnee reize den Rachenraum und den Magen der Tiere. "Die angegriffene Schleimhaut ist dann ein idealer Nährboden für Bakterien, die im Schnee enthalten sind. Schnee ist oft eine richtige Brutstätte für Keime. Die eisige Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger, Schadstoffe oder Streusalz können zu Erbrechen, Durchfällen, bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen." Ein Tipp: den Hund nicht mit leerem Magen in den Schnee schicken. "Wenn er schon gefressen hat, kann der eiskalte Schnee den Magen nicht so schnell reizen. Da reicht schon ein Stück Hundekuchen. Und vor allem sollte der Hund vorher etwas getrunken haben, um den Durst nicht mit Schnee zu bekämpfen."

Während Hunde bei fast jedem Wetter draußen toben, seien Katzen eher Wintermuffel: "Sie wissen selbst ganz genau, was ihnen gut tut - deshalb sollten sie selbst entscheiden, ob sie ins Freie gehen wollen oder lieber im Haus bleiben. Wenn sie wirklich hinausgehen wollen, sollten sie jederzeit eine Rückkehrmöglichkeit haben", so der Bund Deutscher Tierfreunde. "Denn nichts liebt eine Katze mehr, als sich im Warmen gemütlich einzukuscheln und zu schnurren."

(RP)