Hospital in Kamp-Lintfort gewährt Studenten Einblicke.

Ausbildung am St.Bernhard in Kamp-Lintfort : Hospital gewährt Studenten Einblicke

Das St.-Bernhard-Krankenhaus in Kamp-Lintfort bietet Hochschülern die Möglichkeit, das Berufsleben im Krankenhaus kennenzulernen – ob in einem Praxissemester oder im Rahmen eines berufsbegleitenden Studiums.

Das Thema ihres Praxisberichts steht fest: „Ich werde über die Organisation des Tages der Gesundheitsberufe schreiben“, sagt Yvonne Riemenschneider. Diesen Infotag hat die Studentin der Hochschule Rhein-Waal federführend mit organisieren dürfen. Die 22-Jährige, die an der Fakultät „Life Sciences“ Biowissenschaften und Gesundheit in Kleve studiert, hat in den vergangenen sechs Monaten das Praxissemester am Gesundheitszentrum des St.-Bernhard-Hospitals absolviert und tiefe Einblicke in den Bereich der Gesundheitsprävention gewonnen. „Ich habe in allen Bereichen mitgearbeitet: in der Verwaltung, in der Buchhaltung, in der Kursus-Beratung sowie in der Öffentlichkeitsarbeit“, berichtet die Studentin. Etliche Kurse, die das Gesundheitszentrum anbietet, kennt sie nicht nur vom Papier, sondern hat sie selbst ausprobiert: „Das Gesundheitszentrum bietet 40 bis 50 an und zählt 4000 Teilnehmer im Jahr. Das ist eine stabile Zahl“, fasst die Studentin zusammen.

Das St.-Bernhard-Hospital bietet Studenten regelmäßig die Möglichkeit, nicht nur das Berufsleben in einem Krankenhaus kennenzulernen, sondern sich auch auf Bachelor- und Masterprüfung in der Praxis vorzubereiten. Jörg Verfürth, Leiter des Gesundheitszentrums, war schon bei mehreren Bachelorarbeiten als Zweitprüfer aktiv. „Das ist natürlich der Ansiedlung der Hochschule Rhein-Waal in unserer Region geschuldet“, berichtet Verfürth und erinnert sich an die Anfänge: „Wir hatten unsere Praktikumsstellen noch gar nicht ausgeschrieben, da kamen schon die ersten Bewerbungen.“ Präventionsarbeit und Gesundheitsmanagement sind zwei der Themenschwerpunkte der 22-Jährigen Studentin. „Der Studiengang Biowissenschaften und Gesundheit ist umfangreich. Er ist naturwissenschaftlich geprägt. In den höheren Semestern runden dann auch betriebswirtschaftliche Fächer, Recht, Dokumentation, Interkulturelle Kompetenz das Studium ab“, erläutert sie.

Eine Aufgabe während ihres Praxissemester fand Yvonne Riemenschneider besonders spannend: Sie war an der Erarbeitung eines Schutzkonzeptes beteiligt. Dazu ist jede katholische Einrichtung verpflichtet. „Es geht unter anderem um die Frage, wo Mitarbeiter Gefährdungsräume wahrnehmen. Wir haben zum Beispiel Befragungen in allen Fachabteilungen des Krankenhauses und eine Risikoanalyse durchgeführt und entwickeln Maßnahmen zur Verbesserung. Das könnte das Thema für meinen Bachelor-Abschluss werden“, sagt die Studentin. Ihr Traum wäre es, im Anschluss den Master berufsbegleitend absolvieren. Vorbild dürfte ihre Kollegin Hannah Kühn sein.

Bis zum Frühjahr hatte sie in Kleve die Fächer Qualität, Umwelt, Sicherheit und Hygiene studiert und mit dem Bachelor abgeschlossen. Seit Juni studiert die 28-Jährige berufsbegleitend. Ihr Arbeitgeber: das St.-Bernhard-Hospital. Dort ist sie für das Krankenhaus im Bereich Qualitätsmanagement tätig. „Das Gesundheitswesen hat mich gepackt“, betont sie. Sie suchte schon früh den Kontakt zum St.-Bernhard-Hospital, arbeitete dort als studentische Hilfskraft mit, verbrachte ebenso das Praxissemester im Krankenhaus. Jetzt peilt sie den Master an. In ihre Aufgabenbereiche fallen die Qualitätssicherung, die Dokumentation von Arbeitsabläufen, die Entwicklung von Leitlinien und die Zertifizierung von Fachabteilungen: „Das Ziel ist, die Patienten zufrieden zu stellen und gleichzeitig allen Vorgaben und Anforderungen gerecht zu werden.“

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