Herrlicher Spaß um Räuber Hotzenplotz mit der Bühne 69 in Kamp-Lintfort

Bühne 69 : Herrlicher Spaß um Räuber Hotzenplotz

Die Bühne 69 sorgte mit ihrem neuen Stück für Stimmung in der Aula der Janusz-Korczak-Schule.

„Habt ihr schon gelesen? Der Kaffee wird teurer.“ Oma ist entsetzt. Etwas Schlimmeres kann es für sie nicht geben, außer Hotzenplotz klaut ihr mal wieder die Kaffeemühle. Aber das kann ja nicht passieren, denken alle, denn der „schlimmste Räuber aus Kamp-Lintfort“ sitzt für die nächste Zeit streng bewacht vom Dorfwachtmeister Alois Dimpfelmoser im örtlichen Feuerwehrhaus. Falsch! Hotzenplotz ist nämlich längst schon wieder frei und wild entschlossen, seinem diebischen Handwerk weiter nachzugehen. Doch dabei hat er die Rechnung ohne Kasperl und Seppel gemacht. Sie wollen den gefährlichen Räuber wieder einfangen und lassen sich dafür eine listige Geschichte einfallen.

Ob sie damit Erfolg hatten, und welche Rolle dabei eine Mondrakete spielte, erlebten am Sonntagvormittag kleine und große Besucher in dem neuen Kinderstück der „Bühne 69“ unter dem Titel „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ in der Aula der Kamp-Lintforter Janusz-Korczak-Schule.

Insgesamt vier Geschichten hat der bekannte Kinderbuch Otfried Preußler im Laufe seines Lebens über den bärtigen Räuber geschrieben, drei davon wurden bereits von der „Bühne 69“ inszeniert, jedes Mal mit Peter Vogelsang in der Rolle des Hotzenplotz. So auch diesmal. „Die Leute sagen, ich sei der größte Räuber Kamp-Lintforts, ja sogar des ganzen Landkreises“, stellte der sich gleich zu Beginn vor und ließ dabei den Blick über die kleinen und großen Zuschauer in der komplett ausverkauften Aula schweifen: „Was macht ihr denn hier? Habt ihr keine Schule?“ „Neeeeeeein“, erschallte es zur Antwort nicht nur aus den Kinderkehlen. „Und, wisst ihr denn, was ein Räuber macht?“ „Ja, klauen.“ „Stimmt“, bestätigte Hotzenplotz stolz, bevor klar wurde, dass er sich zurzeit in Haft befand. Doch diese für ihn unerfreuliche Situation änderte sich schnell, als er seinem Bewacher Wachtmeister Alois Dimpfelmoser während eines seiner Nachmittagsschläfchen den Zellenschlüssel entwenden und ausreißen konnte.

„Den fangen wir wieder ein“, beschlossen daraufhin Kasperl und Seppel, wohl wissend, dass das keine leichte Aufgabe sein würde. Das, so wussten sie, ginge nur mit einer List, und so präsentierten sie Hotzenplotz eine selbst gebaute Rakete, mit der sie angeblich einen großen Silberschatz vom Mond holen wollten. „Na, dann ratet mal, wer dafür zum Mond fliegen wird?“, brachte der sich selber dafür sogleich gierig ins Spiel und ließ sich von den beiden anschließend bereitwillig mit einer vermeintlichen Sicherheitsschnur umwickeln und in die Hülle der selbst gebauten Rakete verfrachten. „Ihr verratet aber nichts von unserem Plan“, hatten Kasperl und Seppel die kleinen Zuschauer zuvor aufgefordert, und tatsächlich wurden die beiden nur von einem einzigen Mädchen verpetzt.

Als der unglückliche Hotzenplotz dann am Ende mit verschnürten Händen von Kasperl, Seppel und dem überaus wichtigen Wachtmeister Dimpfelmoser begleitet zwischen den Zuschauern hindurch auf den angrenzenden Flur geführt wurde, gab es dann doch noch ein paar mehr kleine Zuschauer, die Peter Vogelsang am Ausgang gerne zum Abschied die Hand drückten.