Handwerker arbeiten in den Schulen in Kamp-Lintfort.

Schulen in Kamp-Lintfort : Handwerker arbeiten in den Schulen

Die Stadt Kamp-Lintfort nutzt die Sommerferien, um notwendige Arbeiten in ihren Schulgebäuden ausführen zu lassen. In diesem Jahr investiert sie 1,6 Millionen Euro. Allein 400.000 Euro gibt sie für den Brandschutz aus.

Die maroden Container an der Sudermannstraße werden endlich abgerissen: Unterricht findet dort schon seit Monaten schon nicht mehr statt. „Wir haben sie stilllegen lassen, nachdem in den Klassenräumen Schimmel festgestellt worden war. Jetzt werden sie demontiert“, sagte Schuldezernent Christoph Müllmann am Montag bei einer Besichtigung des Geländes der Europaschule und des benachbarten Teilstandortes der Ernst-Reuter-Grundschule. In den Sommerferien herrscht jedes Jahr aufs Neue rege Betriebsamkeit in Kamp-Lintforts Schulen. Die Stadt lässt in dieser Zeit kleinere und größere Baumaßnahmen durchführen. „Die Ferien sind dafür der ideale Zeitpunkt, weil der Schulbetrieb nicht durch Handwerker gestört wird“, erläuterte Müllmann.

Da die Europaschule die Container schon vor den Sommerferien nicht mehr nutzen konnte, hieß es für die Sekundarschüler: zusammenrücken. Physiklabor, Musikraum und andere Fachräume der vierzügigen Schule wurden zu Klassenzimmern umfunktioniert. Dies wird sich auch nach den Sommerferien vorerst nicht ändern. Erst im September soll der Spatenstich für das geplante neue Lehrhaus mit zwölf neuen Klassenräumen und sechs Differenzierungsräumen sein. Das Gebäude entsteht in Modulbauweise und wird im Januar/Februar 2020 fertiggestellt sein. Die Kosten für das neue Lehrhaus auf dem hinteren Schulgelände belaufen sich auf rund 4,9 Millionen Euro.

Neben dem Abriss der Container finden an der Europaschule und am Schulzentrum Gestfeld aktuell nicht direkt sichtbar Infrastrukturarbeiten statt. Es werden unter anderem die Regen- und Schmutzwasserkanäle saniert. Die Kosten belaufen sich auf 300.000 Euro. Eine Brandschutzsanierung steht diesen Sommer in der Ernst-Reuter-Schule, am Standort Sudermannstraße, an. „Es ist ein Thema, das uns noch lange begleiten wird“, betonte Christoph Müllmann. Die beauftragten Handwerker errichten einen zweiten Rettungsweg, die Abschottung des Treppenhauses durch Einbau einer Glastüre ist bereits umgesetzt. Zu den Maßnahmen gehören außerdem die Erneuerung der elektroakustischen Alarmierungsanlage und die Elektro-Unterverteilung. Die Baukosten betragen 315.000 Euro.

Insgesamt investiert die Stadt Kamp-Lintfort 1,6 Millionen Euro in ihre Schulen. Die Unesco-Gesamtschule erhält einen neuen Aufzug, die Lehrküche wird komplett erneuert. Im Chemieraum des Georg-Forster-Gymnasiums verlegen Arbeiter einen neuen Boden. Es werden neue Installationen eingebaut, außerdem wird der Chemieraum mit neuen Möbeln ausgestattet. Die Ebertschule bekommt zwei neue Räume für den Offenen Ganztag. In der Ernst-Reuter-Schule an der Mittelstraße werden die alten Fliesen in den Fluren entfernt und die Wände neu verputzt. Auch in der Elterninitiativ-Kita Alte Schule Hoerstgen wird der Brandschutz verbessert. Es wird eine neue Alarmierungsanlage eingebaut. „Wir investieren jährlich 400.000 Euro in die Verbesserung des Brandschutzes an Schulen und Kitas“, so Müllmann. Die Arbeiten an den Gebäuden sollen bis zum Schulbeginn, spätestens bis Ende September beendet sein.

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