Handballfrauen des TuS Lintfort seit vier Spielen sieglos.

Handball : Wohin geht die Reise des TuS Lintfort?

Frauen-Handball, 2. Bundesliga: Zwar können sich die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein gegenüber der letzten Partie deutlich steigern, allerdings gelingt es nicht etwas Zählbares mit auf den Heimweg zu nehmen.

Der TuS Lintfort befindet sich momoentan in einer schwierigen Situation: Noch ist nicht ganz klar, wohin die Reise gehen wird. Die Zweitliga-Handballerinnen warten mittlerweile seit vier Spieltagen auf etwas Zählbares und rutschen somit immer tiefer in den Tabellenkeller. Daher schmerzt die neuerliche 25:30 (13:13)-Niederlage beim SV Werder Bremen ganz besonders. Dennoch gilt es nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen: Der TuS Lintfort hält den Kontakt zum Tabellenmittelfeld und die nächsten Gegner gehören in die „Kategorie machbar“.

Aber trotz der Niederlage an der Weser: Die TuS-Spielerinnen haben diesmal ihre gewohnt gute Einstellung an den Tag gelegt und nicht wie zuletzt gegen Waiblingen, so ziemlich alles vermissen lassen. Die Gäste vom linken Niederrhein konnten insbesondere in der Defensive einige Gänge hochfahren und wussten durchaus zu überzeugen. Die Absprachen und die Aggressivität stimmten wieder. Inske Kuik und Vanessa Dings verdichteten geschickt das Zentrum sorgten somit für Sicherheiten. Die TuS-Spielerinnen präsentierten sich auch in der Offensive selbstbewusst. Das Team hielt sich an den vorgegebenen Plan, wartete geduldig auf seine Chancen und schloss oft effektiv ab. In den ersten 30 Minuten bekämpften sich zwei Kontrahenten auf Augenhöhe.

Die Lintforterinnen hatten nach dem Seitenwechsel allerdings Schwierigkeiten das Niveau zu halten. Es fehlten, nach den Ausfällen von Naina Klein und Lisan van Hulten, wichtige personelle Alternativen.

Die Spielerinnen wurden zusehends müde, die Konzentration litt. Es schlichen gerade in der Deckung unnötige Flüchtigkeitsfehler ein. Und Bremen zog noch ein völlig unerwartetes Ass aus dem Ärmel, warf die zuvor lange Zeit verletzte Lotta Heinrich ins Rennen, die in relativ kurzer Zeit satte sechs Tore erzielte und den TuS Lintfort damit total überraschte.

Die Gäste gerieten ab der 40. Minute deutlich in Rückstand. Neben den Deckungsproblemen ließ nun auch vermehrt die Trefferquote zu wünschen übrig. Bremen behielt letztendlich die Punkte und zieht in der Tabelle am TuS Lintfort vorbei.

„Meine Mannschaft ist wieder deutlich enger zusammengerückt“, betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Es war eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu Waiblingen. Wir können auf diese Leistung aufbauen.“

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