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Gymnasiasten fragen in Kamp-Lintfort Europapolitikern.

Europawahl in Kamp-Lintfort : Gymnasiasten fragen Europapolitiker

Die Oberstufenschüler des Georg-Forster-Gymnasiums thematisierten vor allem den Klimaschutz und das Urheberrecht.

In acht Wochen ist Europawahl. Von den 90 Gymnasiasten, die nach den Osterferien ihr Abitur ablegen, gehen fast alle erstmals zu einer Wahl. Von den 90 Gymnasiasten, die in gut einem Jahr ihre Reifeprüfung bestehen wollen, schreiten ebenfalls einige am 26. Mai das erste Mal zur Urne, um den Wahlzettel einzuwerfen. „Sie sind politischer als Schüler vor einigen Jahren“, sagte gestern Norbert Kouker. Das zeigte die Podiumsdiskussion, zu der das Georg-Forster-Gymnasium eingeladen hatte und die vom Lehrer für Sozialwissenschaften mit Schülern seines Grundkurses Sozialwissenschaften organisiert worden war. Einige der 180 Oberstufenschüler im Plenum hatten sich intensiv eingelesen. Sie hinterfragten insbesondere den AfD-Vertreter Guido Reil (49). Während sich Reil in der Diskussion mit den Schülern europakritisch gab, zeigten sich alle anderen auf dem Podium als Europapolitiker. Umwelt- und Klimaschutz seien nur europäisch zu regeln, waren sie sich einig. Sie unterschieden sich vor allem in der Frage der Sozialpolitik. SPD-Europaabgeordneter Jens Geier (SPD), Grünen-Europakandidatin Nyke Slavik und Linken-Landesgeschäftsführer Sascha Wagner sprachen sich dafür aus, die Arbeitsmarktpolitik teilweise europäisch zu organisieren. CDU-Europaabgeordneter Dennis Radtke und FDP-Landtagsabgeordneter sowie Europakandidat Moritz Körner wollten die Systeme in den verschiedenen Staaten annähern.

Besonders interessiert lauschten die Schüler, als die Politiker auf dem Podium von den Schülermoderatoren Victoria Kramer und Josef Niqula gefragt wurden, was sie vom neuen europäischen Urheberrecht im Internet hielten. Sie gaben differenzierte Antworten, die sowohl die Interessen der Nutzer als auch die Urheberrechte der Künstler und Autoren berücksichtigten.