Großbrand in Kamp-Lintfort: Lagerhallen brennen ab

Feuer in Kamp-Lintfort : Lagerhallen stürzen bei Großbrand ein

In der Nacht zum Freitag brach in den Lagerhallen eines Betriebes am Baerlagsweg ein Feuer aus. 120 Feuerwehrleute bekämpften den Großbrand. Am Samstagmorgen wurden noch Glutnester gelöscht.

Der Großbrand in Kamp-Lintfort, der in der Nacht zu Freitag ausgebrochen war, ist unter Kontrolle.„Jetzt geht es vor allem darum, Glutnester zu löschen“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstagmorgen. Vermutlich seien die Löschkräfte noch längere Zeit im Einsatz. Das Feuer in dem 70 mal 100 Meter großen Komplex war aus bislang unbekannten Gründen ausgebrochen. In den Hallen wurden laut Polizei Lebensmittelreste gelagert. Die Hallen seien fast vollständig eingestürzt.

Nur langsam und in kleinen Schritten konnten sich die Feuerwehrkräfte am Freitag zum Brand vorarbeiten: „Ein großer Teil der Lagerhallen ist nicht mehr begehbar und einsturzgefährdet“, berichtet Wehrleiter Michael Rademacher am Vormittag nach dem nächtlichen Großeinsatz. In der Nacht zu Freitag war am Baerlagsweg in Saalhoff in einem großen Lagerhallenkomplex ein Feuer ausgebrochen, das sich offenbar sehr schnell ausgebreitet hatte. „Die Alarmierung war um 0.30 Uhr“, so der Einsatzleiter. Die Lagerhallen gehören zu einem Futtermittel verarbeitenden Betrieb auf dem ländlich gelegenen Anwesen. In den Lagerhallen wurden laut Kreispolizei Wesel Lebensmittelreste aller Art gelagert.

Am Vormittag vermeldete Rademacher, dass der Brand zwar unter Kontrolle sei, das Feuer aber noch nicht aus. „Es ist noch kein Ende in Sicht“, berichtet er und ging davon aus, dass die Löscharbeiten noch den ganzen Tag andauern würden. Auch eine Brandwache über Nacht zum Samstag sei angedacht. Laut Wehrleiter waren mehrere Hallen auf einer Fläche von geschätzt 120 mal 120 Metern in Brand geraten. Die Wehrleute arbeiteten die Nacht durch, um das Feuer in den Griff zu bekommen. „Wir versuchen jetzt, uns mit einem Bagger zu den Glutnestern durchzuarbeiten. Die Hallen sind größtenteils abgebrannt, alles ist verbogen, und die Dachkonstruktion einsturzgefährdet“, beschrieb er die Situation.

Mit insgesamt 120 Einsatzkräften bekämpfte die Feuerwehr Kamp-Lintfort das Feuer auf dem ländlich gelegenen Anwesen. Am Mittag sollten weitere Einsatzkräfte anrücken. In der Nacht galt es, ein Übergreifen auf das dort ebenfalls stehende Wohnhaus zu verhindern. „Wir konnten das Einfamilienhaus halten. Es ist unversehrt“, betonte der Wehrleiter am Vormittag. Die Bewohner hatten den Brand in der Nacht offenbar gemeldet und waren zum Glück unverletzt geblieben. Auch laut Kreispolizei Wesel waren keine Personen zu Schaden gekommen. Unterstützt wurde die Wehrleute aus Kamp-Lintfort unter anderem von Kräften aus den Nachbarkommunen Rheinberg, Issum, Sevelen, Moers und Neukirchen-Vluyn. „Wir hatten die überörtliche Hilfe angefordert“, erklärte Michael Rademacher.

120 Feuerwehrleute bekämpften den Brand in dem Lagerhallekomplex in Saalhoff. Auch aus den Nachbarstädten halfen Einsatzkräfte. Foto: Feuerwehr Issum

Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Es sei aber mit hohem Sachschaden zu rechnen, so die Polizei. Die Kriminalpolizei hat am Freitag die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Durch das Feuer war es in Kamp-Lintfort auch zu einem Ausfall der Stromversorgung gekommen. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, teilte die Kreispolizei Wesel in einer Pressemitteilung mit.