Kamp-Lintfort: Geisbruchfest erstmals als Wiesngaudi

Kamp-Lintfort : Geisbruchfest erstmals als Wiesngaudi

Das Motto lautete "Gruß vom Oktoberfest". Viele Geschäftsleute kamen in Lederhose. Es gab bayerische Spezialitäten.

Die Idee des Münchener Oktoberfestes zogen die Geschäftsleute des Geisbruchdreiecks um eine Woche nach vorne, wenn auch in kleiner Form. Denn sie hatten ihr Fest unter das Motto "Gruß vom Oktoberfest" gestellt. Viele Händler trugen Lederhose und Sepplmütze. Überall waren Tischdecken und Wimpel mit weißen und blauen Rauten zu sehen. Es gab an einigen Ständen bayerische Spezialitäten zu kaufen, beispielsweise Weißwürstchen mit Brez'n und süßen Senf oder Schweinshaxe mit Sauerkraut. Die Ruhrpottsteirer sorgten mit Oktoberfestmusik für eine "Riesen-Gaudi". Und zu alledem lachte die Sonne vom weiß-blauen Himmel am Niederrhein.

"Mit dem Wetter haben wir ja jedes Jahr Glück", freute sich Christine Utermöhlen, die als Mitarbeiterin der Werbegemeinschaft das Geisbruchfest federführend organisiert. "Am Samstag vor dem zweiten Sonntag im September scheint seit 2003 die Sonne." Auch wenn die Geschäftsleute, die im Dreieck von Schulstraße, Eyller Straße und Ferdinantenstraße ihren Läden haben, auf gutes Wetter bauen können, stellten sie die zwölfte Ausgabe der Feier unter ein Motto. Schließlich wollten sie diese ein wenig von den vielen anderen Feiern abheben. "Die Anzahl der Feste nimmt immer mehr zu", so Christine Utermöhlen.

Deshalb fiel im Arbeitskreis der Kamp-Lintforter Werbegemeinschaft, die das Geisbruchfest organisiert, die Idee schnell auf fruchtbaren Boden, es diesmal als kleines Oktoberfest zu konzipieren. Außerdem übernahm der Arbeitskreis die Idee, die im letzten Jahr die damals frisch eröffnete Kneipe "Road House" gehabt hatte. Nach dem Geisbruchfest, das sonst um 19 Uhr geendet hatte, hatte sie draußen bis 22 Uhr Bands spielen lassen. In diesem Jahr präsentierte "Road House" keine Bands mehr auf eine Bühne, weil sie im August geschlossen hatte. Dafür ließ die Gaststätte "Haus Sterna" die Band "Rock-Off" spielen. Außerdem gab es auf der Bühne vor der Sparkassenfiliale einen musikalischen Überraschungsauftritt.

Neben dem weiß-blauen Motto und der verlängerten Öffnungszeit setzte der Arbeitskreis auf Bewährtes. Zum einen ist es das Trödeln. An 70 Ständen verkauften zumeist Privatpersonen Spielzeug und Bücher, Textilien und Haushaltswaren. Zum anderen sind es die Angebote für Kinder, beispielsweise eine Hüpfburg oder ein Kinderschminken. Dazu kommt das Programm auf der Bühne, auf der sich vor allem Tanz- und Musikgruppen präsentieren, wie die Cheerleader oder die Ruhpottsteirer.

Dieser Mix aus Neuem und Bewährtem ging am Samstag auf. "Es ist ein Stadtteilfest mit viel Stammkundschaft", meinte am Samstagnachmittag Michael Schulmeyer, der Mitglied des Arbeitskreises ist, wie Mitinhaber des gleichnamigen Maler- und Glaserbetriebes an der Ferdinantenstraße ist. "Ich denke, in diesem Jahr sind es sogar etwas mehr Besucher als im letzten."

(got)
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