Kamp-Lintfort: Gartenschau wird Plattform für Vereine

Kamp-Lintfort : Gartenschau wird Plattform für Vereine

Die Laga-GmbH will auch Vereine und Verbände ins Boot holen. Wie diese sich auf der Landesgartenschau 2020 präsentieren können, darüber wurden die Vertreter gestern Abend informiert.

Mehr als 100 Vereine aus der Wir-4 Region hatte die Stadt Kamp-Lintfort im Vorfeld des ersten Informationsabends eingeladen. Es kamen gestern Abend deutlich mehr Vertreter in die Stadthalle. "Auf eine so große Resonanz haben wir nicht zu hoffen gewagt", begrüßte Bürgermeister Christoph Landscheidt. Es hatten nicht nur Kamp-Lintforter Vereine, Initiativen, Musikzüge und Chöre ihre Vertreter zu der Auftaktveranstaltung entsandt. Auch aus den Nachbarstädten Rheinberg, Moers und Neukirchen-Vluyn waren Besucher gekommen, die es sich gut vorstellen können, mit ihren Angeboten die Landesgartenschau 2020 ein wenig bunter zu machen - mit Musik, Tanz, Lesungen, Theater, Sport und Aktionstagen. Was alles möglich ist, das präsentierte das Team der Laga GmbH. In erster Linie waren es Beispiele, die auf früheren Landesgartenschau erfolgreich veranstaltet worden waren. Die Stadt Kamp-Lintfort möchte während der Gartenschau ein tägliches Programm auf ihren Bühnen (beispielsweise auf dem neuen Quartiersplatz, aber auch im Stephanswäldchen oder in der Lohnhalle) anbieten. Hier setzt sie auf die ehrenamtliche Unterstützung der Vereine. Erste konkrete Initiativen gibt es bereits. So wird die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition 2020 die Landeskirchschicht nach Kamp-Lintfort holen. Es hat sich außerdem eine Gruppe von Kamp-Lintforter Künstlerinnen gebildet, die sich mit Aktionen einbringen möchte.

Der Ideen sind keine Grenzen gesetzt: "Wir können uns Yoga im Park ebenso als Aktion vorstellen wie eine Rollatoren-Rallye", erklärte Lydia Kiriakidou, Leiterin des Amtes für Jugend, Sport und Schule. Die Stadtverwaltung ist auch schon selbst aktiv geworden. So führte sie bereits Gespräche mit dem Landessportbund. Von dort sei, so Kiriakidou, das Signal kommen, dass man die Laga unterstützen wolle. Petra Niemöller, Leiterin des Kulturbüros, steht unter anderem in Gesprächen mit dem Kulturraum Niederrhein, der ebenfalls Kooperationspartner werden soll. "Die Landesgartenschau könnte ein Schaufenster für die Museen am Niederrhein werden, aber auch gebündelt für die Musikbienale", erläuterte Niemöller. Die Vereine können sich ab sofort mit ihren Ideen und Vorschlägen einbringen. Dafür lagen gestern entsprechende Vordrucke aus, auf denen man schon Terminwünsche angeben konnte. Das Rahmenprogramm soll ab 2019 konkretisiert werden. Noch ein Tipp: Im November wird es die Dauerkarte für die Gartenschau zu sehr günstigen Preisen geben. Die Winteraktion läuft bis zum 15. Januar. Erwachsene zahlen dann 65 anstatt 100 Euro.

(RP)
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