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Gartenschau in Kamp-Lintfort: Garant für mehr Lebensqualität

Landesgartenschau 2020 : Garant für mehr Lebensqualität

Landesverband Gartenbau NRW zieht eine positive Bilanz der Landesgartenschau. „Gartenschauen machen die Städte grüner, bringen neue Erholungsflächen und steigern so die Lebensqualität der Menschen“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW.

„Die gerade zu Ende gegangene Landesgartenschau in Kamp-Lintfort zeigt, dass Gartenschauen für Bürger und Besucher der Gartenschaustädte, für die ausrichtenden Kommunen, für die Regionen und für das Bundesland vielfältige positive Effekte haben. Dabei lassen sich Gartenschauen nicht alleine an Besucherzahlen oder am wirtschaftlichen Erfolg messen, sondern an ihren nachhaltigen Wirkungen im sozialen, ökonomischen und ökologischen Bereich. Gartenschauen machen die Städte grüner, bringen neue Erholungsflächen und steigern so die Lebensqualität der Menschen“, so Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbands Gartenbau NRW.

Insgesamt zieht der Landesverband Gartenbau NRW eine positive Bilanz. Der Ausstellungsbeitrag der Friedhofsgärtner zog besonders durch die kreative Vielfalt bei den unterschiedlichen Gestaltungen von Familien- und Einzelgräbern viele Gartenschaubesucher an. Manch ein Besucher brachte seine Faszination beim Anblick der Gestaltungs­möglichkeiten eines einen Quadratmeter großen Urnenwahlgrabes zum Ausdruck oder auch über die dichten, grünen Teppiche der Bodendecker-Bepflanzung, was oft zum Abtasten der Pflanzen führte, um sich über deren Echtheit zu vergewissern.

Auch der Ausstellungsbeitrag der Bauschulen NRW mit praktischen Pflanzideen für den Garten hab bei den Besuchern großen Anklang gefunden und das steigende Interesse an Blumen und Pflanzen aufgezeigt. Aber auch der enorme Beratungsbedarf sei deutlich worden. Wann muss ich was und wie schneiden, welche Pflanzen passen an welchen Standort und was gibt es für Bewässerungstechniken, waren häufig gestellte Fragen. Auch die Zukunftsbäume, die gut mit Hitze und Frost zu Recht kommen, stießen auf großes Interesse.

Grüne Infrastruktur gehöre zu den wichtigsten Elementen kommunaler Daseinsvorsorge. Allerdings müssten die Kommunen infolge der Corona-Pandemie und der notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung mit einem drastischen Rückgang ihrer Steuereinnahmen rechnen. Ihnen bleibe so nur noch wenig Spielraum, um die dringend erforderlichen Grünmaßnahmen umzusetzen. Vor diesem Hintergrund seien die Länder gefragt, für eine klimagerechte Stadtentwicklung wirksame und umfassende Investitionen in Grüne Infrastruktur anzustoßen.

„Die Pandemie und die Folgen des Klimawandels stellen hohe Anforderungen an die Politik, die es zu meistern gilt. Es wird ein Kraftakt werden, für die nächsten Generationen lebenswerte Städte und Gemeinden zu erhalten und weiterzuentwickeln. Wir Gärtner sind uns dabei unserer Verantwortung für den Klima- und Umweltschutz bewusst und werden auch in Zukunft mit den Gartenschauen unseren Beitrag für die Entwicklung neuer grüner Oasen leisten,“ lautet das Fazit von Eva Kähler-Theuerkauf.