Kamp-Lintfort: Gag-Feuerwerk nach zähem Beginn

Kamp-Lintfort: Gag-Feuerwerk nach zähem Beginn

Die Bühne 69 zeigte zweimal das Stück "Alles unter einem Dach". Am nächsten Wochenende gibt sie zwei weitere Aufführungen.

Nach dem Finale klatschten die Zuschauer rhythmisch. Immer wieder gingen die Schauspieler mit Regisseurin Birgit Wollenberg auf der Bühne nach vorne, um sich zu verbeugen. Doch die Ovationen endeten erst nach Minuten, als die Bühne-69-Schauspieler Blumen erhalten hatten. "Wenn es Ihnen gefallen hat, erzählen Sie es weiter", sagte Bühne-69-Sprecher Andreas Stieffenhofer.

Dabei hatte die Komödie "Alles unter einem Dach" am Samstag 450 und am Sonntag 550 Zuschauern gefallen, zumindest der turbulente zweite Akt nach der Pause. Der erste war weniger angekommen. So waren sogar einige Besucher während der Pause gegangen, was bei Aufführungen der Bühne 69 sonst kaum vorkommt. Im ersten Akt hatten sie wohl mehr Handlung, skurrilere Charaktere und bessere Gags erwartet. Das Stück, 2006 von Axel Zierer und Esther Rager veröffentlicht, beginnt schleppend. Frieda, (Agnes Bollin) hat ihre Nachbarinnen Marga (Heike Ehlers) und Meike (Katja Kapluck) in ihre Wohnzimmer zu einem Kaffeeklatsch eingeladen hat. Frieda lebt in der Vergangenheit, seitdem ihr Mann Walter vor drei Jahren verstorben ist. Sie spricht mit seinem Bild, das sie auf dem Wohnzimmerschrank aufgestellt hat. Sie unterhält sich mit dem Wellensittich Girgl, den sie nach seinem Tod hat ausstopfen lassen. Und sie lädt immer wieder zu Kaffeeklatschen ein, diesmal zum 28. Jahrestag, als sie und Walter in die Wohnung im Mehrfamilienhaus eingezogen sind.

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Diese Zeit könnte zu Ende gehen, meint sie, als sie einen ominösen Brief erhält, ihre Mietwohnung sei von einem neuen Eigentümer gekauft worden, wie auch die Wohnung der streitsüchtigen Marga und der naiven Meike. Alle drei entwickeln Strategien, um Kündigungen zu verhindern. So will Meike im zweiten Akt den Makler Klausi Klausnitz (Klaus Nerger) verführen, und wird von Frieda und Marga in flagranti fotografiert. Doch es kommt anders, als Freddy (Arthur Bondarenko) in die Handlung hineinstolpert, der Sohn von Frieda und heimlicher Geliebter von Meike. Er macht die Verwirrjung komplett. Gag reiht sich an Gag. Im turbulenten zweiten Akt gab es immer wieder Szenenapplaus. Dazu haben Komödienfreunde noch zweimal Gelegenheit. Am Freitag, 2. März, und am Samstag, 3. März, zeigt die Bühne 69 "Alles unter einem Dach" um jeweils 20 Uhr erneut in der Kamp-Lintforter Stadthalle.

Karten gibt es unter Telefon 02842 3399380 oder E-Mail karten@buehne69.de

(got)