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Kamp-Lintfort: "Frühlingsgefühle" machen Haustiere blind

Kamp-Lintfort : "Frühlingsgefühle" machen Haustiere blind

Der Bund Deutscher Tierfreunde in Kamp-Lintfort warnt Katzen- und Hundebesitzer.

Im Frühjahr werden viele Hunde und Katzen zum ersten Mal geschlechtsreif. Dies sorgt nicht selten dafür, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand verlieren. Rüden reagieren auf den Geruch einer läufigen Hündin in der Umgebung und rennen wenn nötig kopflos über Wiesen und Straßen, um zu ihr zu gelangen. Das Gleiche gilt für nicht kastrierte Kater. Diese unkontrollierten Exkursionen können zu gefährlichen Unfällen führen. Die Tiere selbst können nichts dafür. Es sind angeborene Instinkte.

Harald Debus, Pressesprecher des Bunds Deutscher Tierfreunde, rät Tierhaltern unbedingt dazu, Hunde in dieser Zeit nur angeleint auszuführen. Gebiete in denen viele Hunde spazieren gehen und Hundespielplätze, sollten gemieden werden. Das Zusammentreffen mehrerer Rüden mit einer läufigen Hündin kann zu argen Problemen führen. Das Wichtigste ist, dass Hundehalter rücksichtsvoll miteinander umgehen. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass keine Fenster im Haus offen stehen. "Auch auf kipp gestellte Fenster können für Katzen gefährlich werden, da diese versuchen, sich durch den Spalt zu zwängen um nach draußen zu kommen", betont Debus. Er erklärt, dass man bei Katzen zwischen Streunern und Freigängern unterscheiden muss. Da man einen Freigänger nicht das ganze Jahr einschließen kann, sollten Katzenbesitzer verantwortungsbewusst mit ihrem Haustier umgehen und dieses kastrieren bzw. sterilisieren lassen. Ungewollte Tierkinder landen nicht selten im Tierheim. Kastration oder Sterilisation sind die beste Lösung zum Schutz der Tiere. Die Möglichkeit der chemischen Kastration empfiehlt Debus nicht, da es hier zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann. Hunde und Katzen werden im Regelfall zwei mal im Jahr läufig (Frühjahr/Herbst). Ausnahmen von der Regel gibt es immer häufiger. Durch Überzüchtungen und eine gute Grundversorgung der Haustiere ist es möglich, dass diese bis zu vier mal im Jahr fortpflanzungsfähig werden. Die Symptome sind dann oftmals weniger ausgeprägt aber dennoch deutlichspürbar. Der Bund Deutscher Tierfreunde empfiehlt einen Tierarzt zu konsultieren. Dieser kann Tierbesitzern hilfreiche Tipps mit an die Hand geben. Bei Jungtieren kann der Tierarzt auch eine Prognose abgeben, wann sie zum ersten Mal geschlechtsreif werden sollten.

(juhei)