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Freiwilligenagentur "kaliaktiv" startet in Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort : Sie machen Lust aufs Ehrenamt

Die neue Freiwilligenagentur „kaliaktiv“ ist seit vier Wochen aktiv. Sie will Menschen ansprechen, die sich noch nicht ehrenamtlich engagieren, sich das aber vorstellen können.

20 Aufgaben, die Ehrenamtliche übernehmen können, stehen zurzeit im „Katalog der Möglichkeiten“ der neuen Freiwilligenagentur „kaliaktiv“. Zum Beispiel sucht das Zentrum Kloster Kamp Ehrenamtliche, die im Klostercafé mithelfen. Das Georg-Forster-Gymnasium wünscht sich weitere Mitarbeiter, die während der Pausen in der Ökoteria Lebensmittel und Getränke verkaufen. Die Unesco-Gesamtschule hält Ausschau nach Personen, die in Kleingruppen Schülern vorlesen.

„Wir wollen Brücken bauen zwischen Institutionen, die Ehrenamtliche suchen, und Kamp-Lintfortern, die sich engagieren wollen“, sagt Anke Stark. Seit vier Wochen ist die 53-jährige Kamp-Lintforterin Leiterin von „kaliaktiv“. „In Kamp-Lintfort gibt es bereits viel ehrenamtliches Engagement“, berichtet die gelernte Bankkauffrau, die in den letzten Jahren als Tagesmutter und als Referentin im Hauses der Familie arbeitete. „Ein Drittel der Personen, die sich engagieren könnten, engagieren sich noch nicht, zum Beispiel weil sie nicht das Passende gefunden haben. Diese Personen wollen wir aktivieren.“

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Dazu hat die Stadt eine Internetseite anlegen lassen, auf der Gruppen, Vereine, Verbände, Schulen oder Kirchen ihre Gesuche eingeben können. Letzte Woche Mittwoch trafen sich 30 davon im Pfarrheim von St. Barbara an der Mittelstraße, um der neuen Leiterin ihre Wünsche vorzutragen. Schon im Januar hatte es einen ersten Start der Agentur gegeben. Aber der damalige Leiter Joachim Eidens musste nach wenigen Wochen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Er unterstützt „kaliaktiv“ jetzt ehrenamtlich. Weitere Ehrenamtliche sind Monika Paulus und Birgit Petri.

Auf der Internetseite www,kaliaktiv.de können Interessenten vermerken lassen, welches Engagement sie sich vorstellen könnten. „Oft ergibt sich erst im Gespräch, was die Interessierten machen könnten“, sagt Anke Stark. „Sie können mal in sich hinein horchen. Sie können sich fragen, wo sie etwas gemeinsam gestalten können.“ Sie betont die Anerkennung, die Ehrenamtliche erhalten. „Ich bekomme viel zurück“, hörte sie kürzlich von einer Ehrenamtlichen, die im Kindergarten Löwenzahn im Geisbruch vorliest. „Für manche ist das Ehrenamt auch die Möglichkeit, einmal aus dem Hamsterrad des normalen Berufs herauszukommen“, sagt Anne Stark.

Das Büro „kaliakitv“ liegt im Erdgeschoss des Rathauses, Zimmer 14. Es ist jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet sowie jeden ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr, das nächste Mal am 4. Oktober. Telefonisch ist es unter 0172 6247140 zu erreichen. Auf der Internetseite www.kaliaktiv.de sind Aufgaben zu finden, die Ehrenamtliche übernehmen könnten.