Kamp-Lintfort Freilichttheater wird ein Theaterfestival

Kamp-Lintfort · Die Kamper Freiluftveranstaltung hat ein neues Konzept und einen neuen Namen bekommen.

Stadt Kamp-Lintfort und Unternehmerschaft wagen auf dem Kamper Berg einen Neuanfang. Nachdem die Kamp-Lintforter Unternehmer, die sich seit 1998 für das Freilichttheater finanziell engagieren, Anfang des Jahres die Reißleine gezogen hatten, weil das Sommertheater vor klösterlicher Kulisse zuletzt auf immer weniger auf Interesse der Zuschauer stieß, die Auslastung zu gering, die Kosten viel zu hoch waren, musste die Veranstaltung im Sommer ausfallen. Es bedeutete aber nicht das Aus. Gestern präsentierten Stadt, die 2010 ihren Zuschuss gekürzt hatte, und Unternehmer ein neues Konzept, das in Kooperation entwickelt wurde.

Wie berichtet, wird die Theaterreihe ab 2014 im jährlichen Wechsel mit der erfolgreichen Kamper Nacht stattfinden. Die Unternehmer unterstützen das "Kamper Theaterfestival", so der neue Name, weiterhin mit einer Bürgschaft für die Summe, die durch die Einnahmen und den städtischen Zuschuss in Höhe von 3750 Euro nicht gedeckt ist, wollen sich darüber hinaus mit Eigenleistungen und eigenen Ideen einbringen. Das Konzept wurde in einem Arbeitskreis entwickelt.

Beim Kamper Theaterfestival sollen im Juli und im August vier Theater an acht Wochenenden spannende Theaterstücke auf die Bühne vor dem Kloster Kamp bringen. Damit das Festival abwechslungsreicher wird, werden vier anstatt zwei Theater für Unterhaltung sorgen. "Wir wollen auch jungen Bühnen ein Forum geben", betonte Petra Niemöller, Leiterin des städtischen Kulturbüros. Das N.N.-Theater aus Köln, das seit vielen Jahren immer wieder gerne auf dem Kamper Berg spielt, wird das Festival am 18. und 19. Juli mit einem bekannten Stück eröffnen: "Nibelungen", frei nach Hebbel, war bereit 2005 zu sehen. Erstmals dabei ist das Theater Freudenhaus, das bereits zwei Gastspiele in der Stadthalle gegeben hat, mit der Eigenproduktion "Heiratsschwindler" (25. und 26. Juli). Das Theater im Kloster Bornheim wird am 1. August seine Inszenierung von Molières "Eingebildeten Kranken" auf die Bühne bringen. Es handelt sich um ein junges Theater, das von Gerhard Fehn gegründet wurde. Aufmerksame Fernsehzuschauer haben ihn sicherlich schon in der einen oder anderen Serie gesehen. Am 2. August widmet Schauspielerin und Autorin Claudia Dylla aus Trier Shakespeare einen humorvollen Abend. Sie wird musikalisch vom Parnass-Ensemble begleitet. Zum Abschluss des Festivals am 8. und 9. August spielt noch einmal das N.N.-Theater vor dem Kloster. Auf dem Programm steht das Stück "Liebe – In seinem Garten liebt Don Perlimplin", frei nach Frederico Lorca. Das Dinslakener Landestheater Burghofbühne, viele Jahre in Kamp dabei, nimmt 2014 nicht teil. Theaterkarten gibt es ab dem 6. Dezember bei den Vorverkaufsstellen Artz-Reisen und der Buchhandlung am Rathaus. Für die drei Theater, die erstmals zu sehen sind, wird ein Newcomer-Ticket angeboten. Es kostet 43,45 Euro. Einzeltickets kosten 17,75 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr. www.kamp-lintfort.de

(RP)
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