Kamp-Lintfort: Französisches Flair im Bistro Bonjour

Kamp-Lintfort: Französisches Flair im Bistro Bonjour

Zwischen EK3 und ABC-Gebäude hat ein neues Bistro eröffnet, das Spezialitäten aus Frankreich anbietet.

"Die Gäste können hier Südmentalität genießen bei einem Wein oder einem Bier." So beschreibt René-Marc Abolvier das Konzept für sein Bistro, das er Mitte April auf dem Stück der Friedrichstraße eröffnete, das zwischen dem EK 3 und dem ABC-Gebäude liegt. Mit einem Augenzwinkern, wie der 54-jährige Deutsch-Franzose sagt, nennt er es "Bonjour". "Hier liegen französische Bistro-Freundschaft und Bistro-Gemütlichkeit in der Luft", beschreibt er sein Bistro, dessen Name übersetzt "Guten Tag" heißt.

Neben Bistrostühlen erinnert er mit Weinen und Spirituosen an das Land der Trikolore, wie mit einigen Gerichten, die er als Snacks zubereitet, beispielweise Flammkuchen aus dem Elsass. Beim Gerstensaft greift er auf deutsche Produkte zurück. "Meine Mutter stammt aus Bayreuth in Bayern, mein Vater aus Brest in der Bretagne", erzählt er. "Ich habe einen deutschen und einen französischen Pass." Dabei ist der gebürtige Marseiller, der Deutsch mit einem leichten französischen Akzent spricht, ein Europäer. Früher vermietete er als gelernter Hotelkaufmann Eigentumswohnungen, die Menschen aus ganz Europa in Saint Aygulf bei Saint Tropez an der Cote d'Azzur als Zweitwohnsitz gebaut hatten. "Ich habe die Wohnungen als Ferienwohnungen in der Zeit vermietet, wenn die Eigentümer nicht da waren", erzählt René-Marc Abolvier. "Im Französischen heißt das System 'Pierre Vacance'. Im Deutschen kenne ich kein Wort dafür."

Später war er Berufskraftfahrer, um im ganzen westlichen Europa unterwegs zu sein. "Ich bin nach Portugal, Italien, Frankreich, Deutschland und Dänemark gefahren", sagt er. Als er auf Achse war, hatte er irgendwann die Idee, ein Bistro mit französischer Gemütlichkeit zu eröffnen. Diese konnte der Kempener umsetzen, als er hörte, in Kamp-Lintfort stehe ein Ladenlokal frei, das früher einmal als Diskothek genutzt wurde.

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Deshalb bietet er im neuen Bistro ab und zu besondere Dinge aus dem französischen Süden an, wo er lange gelebt hat. Das ist zum Beispiel am Sonntag in zwei Wochen, dem 25. Mai so, wenn er von 11 bis 14 Uhr für 15 Euro zu einem mediterranen Cote-D'Azur-Buffet einlädt. "Eine Anmeldung ist nicht notwendig", sagt er. Auch zwei Dartautomaten erinnern an Südfrankreich, wo das Pfeilwerfen beliebt ist wie in Großbritannien.

Da eine Tanzfläche und eine Kugel aus Glassteinchen aus der einstigen Diskothekenzeit übriggeblieben sind, verwandelt er das Bistro, das täglich von 14 bis 21 Uhr geöffnet hat, jeden Samstag von 21 Uhr bis sonntags um 5 Uhr morgens in eine Disco.

Dann lässt er einen DJ für Musik sorgen, an den nächsten Samstagen ist es zum Beispiel Dirk Ramackers aus Kamp-Lintfort, alias DJ Dirk. Außerdem will er jeden ersten und dritten Freitag im Monat sein Bistro als Disco öffnen. "Natürlich können hier auch Bands spielen", blickt er in die Zukunft.

(got)