1. NRW
  2. Städte
  3. Kamp-Lintfort

Fördergemeinschaft plant den Umzug in den Schirrhof in Kamp-Lintfort.

Tradition in Kamp-Lintfort : Fördergemeinschaft plant den Umzug in den Schirrhof

Die erste Phase des Umzuges begann am Karnevalsdienstag. Seitdem packen Mitglieder der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein im Knappenheim an der Schulstraße Kartons, berichtete Vorsitzender Norbert Ballhaus am Mittwochabend bei der Mitgliederversammlung.

Bis zur Barbarafeier am 4. Dezember sollen die Kartons am neuen Standort im Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee wieder ausgepackt sein, zumindest teilweise. „Wir verkleinern uns“, sagte der Vorsitzende. „Am alten Standort haben wir 700 Quadratmeter, am neuen nur 300. Einige Dinge werden in Kartons bleiben.“ Am 16. Juli soll die zweite Phase beginnen. Dann sollen Mitglieder der Fördergemeinschaft die Räume im Obergeschoss des Schirrhofes renovieren, in der sich bis 2012 Teile der Ausbildung des Lintforter Bergwerkes befanden. „Das machen wir überwiegend in Eigenleistung“, betonte Norbert Ballhaus. Wenn die Renovierung im September abgeschlossen ist, soll die kurze dritte Phase beginnen, die nicht von der Fördergemeinschaft geleistet wird. Ein Umzugsunternehmen verpackt und transportiert 23 Glas- und sieben schwere Holzvitrinen vom Knappenheim zum Schirrhof. Die vierte Phase schließt sich an, in der die Kartons vom alten zum neuen Standort gebracht werden, wo sie von Mitgliedern der Fördergemeinschaft ausgepackt werden. Der Vorsitzende rechnet mit Kosten von 11 000 Euro für den Umzug, inklusive „einer Reserve. Davon seien 6200 Euro durch eine Rücklage gedeckt. Die weiteren 4800 Euro will die Fördergemeinschaft über die Sparkasse Duisburg Stiftung erhalten. „Wir haben einen Antrag gestellt“, berichtete der Vorsitzende. Im Obergeschoss des Schirrhofes sind ein großer Raum für das Bild- und Filmarchiv sowie ein weiterer großer Raum für die 7000 Bücher der Bibliothek vorgesehen. Ein mittelgroßer Raum wird Sitzungsaal und Ausstellungsraum für einen Teil der 350 Grubenlampen. In einem weiteren Raum entsteht ein Materiallager. Dazu kommen Küche und Toiletten. Im offenen Erdgeschoss des Schirrhofes werden Maschinen des Bergbaus gezeigt. Außerdem soll es dort eine offene Werkstatt geben, in der Maschinen restauriert werden. Die Fördergemeinschaft will mit dem TÜV-Nord Bildung zusammenarbeiten, der dort Teilnehmer von Bildungsmaßnahmen einsetzen will.