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Kamp-Lintfort: Europaschule und Lidl kooperieren

Kamp-Lintfort : Europaschule und Lidl kooperieren

Das Lidl-Regionalzentrum Kamp-Lintfort bietet den Schülern Praktika, Bewerbungstrainings und Elternabende.

Ein Ziel haben die Lehrer der Europaschule an der Sudermannstraße für ihre Schüler fest vor Augen: kein Abschluss ohne Anschluss. Deshalb nehmen die Schüler ab der Jahrgangsstufe sieben verschiedene berufsvorbereitende Angebote wahr. "Wir sehen unsere Schule als Lebens- und Lernort, an dem die Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereitet werden", sagt Bernd Benninghoff, stellvertretender Schulleiter. Die Kooperation mit Betrieben und Unternehmen in der Region sei deshalb unbedingt nötig, um auch zukünftig den Herausforderungen einer lebensnahen Berufswahlorientierung standhalten zu können. Das Angebot soll helfen, den Schülern den Berufseinstieg zu erleichtern. Mit der Bahn-Tochter DB Schenker und mit Kaufland hat die Kamp-Lintforter Europaschule bereits Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Seit gestern ist die dritte mit der Lidl-Regionalgesellschaft Kamp-Lintfort festgezurrt. Benninghoff und Lidl-Ausbildungsleiterin Kathrin Linden unterzeichneten die Vereinbarung.

Für das in Kamp-Lintfort ansässige Regionalzentrum des Lebensmitteldiscounters ist es bereits die fünfte Kooperation mit einer Schule, darunter auch in Rheinberg und Duisburg. "Wir betrachten Praktika als eine Vorauswahl zur Ausbildung", erklärte Kathrin Linden. Lidl bietet den Europaschülern Einblicke in die Bereiche Vertrieb, Verwaltung, Immobilien und Logistik. Das Regionalzentrum betreut 93 Filialen von Emmerich bis Mettmann und bildet aktuell 120 junge Menschen aus. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung möchte die Lidl-Ausbildungsleiterin unter anderem Elternabende anbieten, aber auch Schüler zu Informationsveranstaltungen einladen, um die verschiedenen Ausbildungsberufe im Unternehmen vorzustellen. So bietet Lidl nicht nur die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer an, sondern bildet auch über eine Lehrzeit von drei Jahren zum Kaufmann im Einzelhandel, zur Fachkraft Lagerlogistik und zum Kaufmann für Büromanagement aus. "Wir haben geplant, in der Schule auch in den zukünftigen Jahrgangsstufen neun Bewerbertrainings unter fachmännischer Anleitung zu veranstalten."

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Dem Unternehmen mangele es zwar nicht an Bewerbungen, von der inhaltlichen Qualität seien diese oftmals allerdings nicht sehr aussagekräftig. Das möchte die Europaschule verhindern. "Wir bieten unseren Schülern individualisierte Lehrgänge an, um ihre Potenziale hervorzubringen. Deshalb läuft bei uns die Vor- und Nachbereitung eines Praktikums intensiver ab. Die Schüler sollen einen konkreten Berufswunsch entwickeln", erläutert der stellvertretende Schulleiter, der die Kooperation mit Daniela Singh, Koordinatorin der Ausbildungsorientierung an der Europaschule, auf den Weg gebracht hatte. Die Schule bietet ab der siebten Klasse verschiedene Bausteine zur Berufswahlorientierung an. Ein erster ist beispielsweise der Berufsschnuppertag bei Eltern und Verwandten. In der achten Klasse nehmen die Schüler am Girl's und Boy's Day teil. Die Schule beteiligt sich außerdem am Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss", bietet Projekt-, Berufe- und Praxistage an und unternimmt eine dreitägige Klassenfahrt, auf der die Schüler ihre Potenziale entdecken soll. In der neunten Klasse steht das dreiwöchige Betriebspraktikum an sowie ein Auslandspraktikum in Kamp-Lintforts Partnerstadt Edremit/Türkei.

(RP)