Europaschule Kamp-Lintfort kooperiert mit den  Heimatsuchern

Geschichtsprojekt : Europaschule kooperiert mit den Heimatsuchern

An der Europaschule in Kamp-Lintfort fand im vergangenen Jahr zum ersten Mal ein Projekttag zum Thema „Zweitzeugen“ statt, der von dem Verein „Heimatsucher“ im sechsten Jahrgang durchgeführt wurde.

Die Mitglieder des Heimatsucher-Vereins haben es sich zur Aufgabe gemacht, Zeitzeugenn des Holocausts zu interviewen, ihre Geschichten zu dokumentieren und sie dann in Schulklassen und Ausstellungen weiterzuerzählen. Die Multiplikator sehen ihren zentralen Auftrag darin, als „Zweitzeugen, die Schüler stark gegen jegliche Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu machen. Die Entwicklung des didaktischen Konzepts erfolgte gemeinsam mit Pädagogen und orientiert sich an den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Holocaust-Education. Während des Projekttages schafften die Heimatsucher daher für die Schüler der Europaschule einen modernen und emotionalen Zugang zum Thema der Schoah, der die Jugendlichen und die teilnehmenden Lehrer so nachhaltig beeindruckte, dass schon bald der Wunsch nach einer langfristigen Zusammenarbeit mit den Heimatsuchern entstand.

Somit findet am Freitag, 8. November nicht nur der zweite Projekttag an der Europaschule statt, sondern auch die offizielle Ernennung der Europaschule zur Kooperationsschule der Heimatsucher statt. Ziel ist die Förderung einer aktiven Geschichts- und Erinnerungskultur, die Schüler ermutigt, die Überlebensgeschichten der Schoah weiterzugeben und gegen Rassismus aktiv zu werden. Durch die Kooperation erhalten die Schüler einen empathischen Zugang zu persönlich erlebter Geschichte. Damit werden demokratische Werte vermittelt, Vorurteile abgebaut und Verantwortungsübernahme innerhalb der Gesellschaft angeregt. Schüler sollen zu schätzen lernen, in einer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft zu leben, in der Rassismus und Antisemitismus nichts zu suchen hat.

(RP)
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