Erstes Laga-Boulen in Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort : Erstes „Laga-Boulen“ kommt gut an

Erstmals hatte der Förderverein der Landesgartenschau zu einer Boule-Partie  im Terrassengarten eingeladen. Es wurde ein sportlich-geselliger Spaß mit rund 30 Gästen.

„Boule ist cool“, unter diesem Motto veranstaltete der Förderverein der kommenden Kamp-Lintforter Landesgartenschau 2020 (Laga) am Sonntag im Terrassengarten des Klosters Kamp erstmals ein großes Boule-Spielen für jedermann.

Das Angebot kam an. Bei leicht bewölktem Himmel und angenehm sommerlichen Temperaturen hatten sich bereits zum Beginn um elf Uhr gut 30 Besucher auf dem Kiesplatz vor der offenen Orangerie eingefunden, darunter auch einige Mitglieder der Moerser Boule-Freunde. Sie standen den noch nicht so versierten Teilnehmern an diesem Tag mit fachlichen Ratschlägen unter anderem zu den Spielregeln des vor allem in Frankreich sehr populären Freizeitsports zur Verfügung. Dabei versuchen die jeweiligen Mitspieler einer Gruppe, ihre gekennzeichneten 700 Gramm schweren Stahlkugeln in mehreren Würfen möglichst nah an eine vorher platzierte, kleine Holzkugel – das sogenannte Schweinchen – heran zu bringen. Wessen Kugel zum Schluss am nächsten liegt, hat gewonnen.

„Unser Anliegen ist es, die kommende Landesgartenschau bis zu ihrem Beginn mit möglichst vielen verschiedenen Aktivitäten bekannt machen. Dabei ist uns der sportive Aspekt sehr wichtig. Und hier befinden wir uns ja schon auf einem Teil des zukünftigen Laga-Geländes“, erklärte der Vorsitzende des Laga-Fördervereins Wolfgang Roth.

„Der Garten hier ist wirklich toll“, bestätigte Anneliese Grund. Sie hatte schon häufiger Boule gespielt und sich gleich zu Beginn der Veranstaltung mit drei ihr bis dahin unbekannten, ebenfalls schon etwas versierteren Spielern aus Moers zu einer gemischten Vierergruppe zusammengetan. Bärbel Bachmann kannte das Spiel dagegen bisher nur aus ihren Urlauben in Frankreich. Sie wollte eigentlich „nur mal gucken“ und „das Ganze vielleicht ein bisschen probieren“. Für Besucher wie sie hatten die Moerser Boule-Freunde mehrere Kugelsätze zum Ausleihen mitgebracht, und so fand auch sie schnell Anschluss. Nachdem die ersten Mannschaften zunächst „nur“ den Vorplatz der beiden Orangerie-Gebäude genutzt hatten, waren die weiteren, dazu gekommenen inzwischen auf die Wege zwischen den Beeten ausgewichen. Wie der Vorplatz waren auch die mit Kies bestreut. „Ich spiele heute zum ersten Mal auf Kies. Das ist ja eigentlich nicht der übliche Untergrund zum Boulen“, meinte Christine Neervort vom Förderkreis-Verein. „Aber das hier ist ja kein Turnier, sondern einfach nur eine sportlich-gesellige Angelegenheit.“

Dazu passte ein kleiner Stand mit kühlen Getränken, Wein und verschiedenen Fingerfood-Häppchen, den der Betreiber des Bistros in der Mediathek vor der offenen Orangerie aufgebaut hatte. „Hier gibt es heute nur Gewinner“, freute sich Wolfgang Roth über die rege Beteiligung. „Ich denke, das werden wir bald mal wiederholen.“