Kamp-Lintfort: Erste Logport-Ansiedlung feiert Richtfest

Kamp-Lintfort : Erste Logport-Ansiedlung feiert Richtfest

Die Habacker Holding baut für die Firma Chal-Tec Berlin ein neues Logistikzentrum an der Norddeutschlandstraße in Kamp-Lintfort. Das Richtfest wurde gestern mit mehr als 200 Gästen aus Politik und Unternehmen gefeiert.

Im Mai soll an der Norddeutschlandstraße der Warenumschlag von etwa 7000 Produkten aus der Unterhaltungselektronik sowie aus den Bereichen Gesundheit und Sport, Haushalt und Garten sowie Veranstaltungstechnik starten. Dann übergibt die Habacker Holding als Bauherrin die ersten beiden Einheiten der neuen Logistikimmobilie an die Firma Chal-Tec, die im Bereich E-Commerce tätig ist. In der Region sollen bis zu 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die komplette Fertigstellung ist für November geplant. Gestern feierten beide Unternehmen zusammen mit 200 Gästen Richtfest auf dem Areal von Logport IV. "Mit dem Lager können wir unsere Kunden in Deutschland und Europa zukünftig innerhalb von 48 Stunden beliefern", sagte Peter Chaljawski, Gründer und Geschäftsführer von Chal-Tec.

Die Hallen der neuen Logistikimmobilie muten fast schon kathedralenartig an. Die Bauarbeiten für das rund 58.000 Quadratmeter Gebäude hatten Mitte Oktober begonnen. In den Hochregallagern in den mehr als zehn Meter hohen Hallen wird künftig Platz für bis zu 70.000 Paletten sein. Daneben entsteht außerdem eine Fachbodenregal-Anlage mit einer Gesamtfläche von 7500 Quadratmetern. Es gibt auch die Möglichkeit zur Blocklagerung auf 6500 Quadratmetern. Das Zentrum wird über 86 Verladetore verfügen, 24 für den Wareneingang und 62 für den Warenausgang. Die Habacker Holding, die Logistik- und Industrie-Immobilien entwickelt, hatte im vergangenen Jahr auf dem Areal von Logport IV das Grundstück mit einer Größe von 100.000 Quadratmetern von der Logport Ruhr, einem Joint Venture der Duisburger Hafen AG und der RAG Montan Immobilien, erworben. Es befindet sich auf der ehemaligen Kohlenlagerfläche des Bergwerks West. Daran erinnerte gestern auch der Chef des Düsseldorfer Immobilienentwicklers, Michael Habacker. "Wir haben auf einem Konversionsgelände gebaut." Darauf ging auch Michael von der Mühlen, Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes, ein. "Das Richtfest ist ein schöner Anlass für den Standort Kamp-Lintfort, aber auch für Nordrhein-Westfalen." In Kamp-Lintfort zeige sich, dass Strukturwandel in kurzer Zeit gelingen könne. Bürgermeister Christoph Landscheidt zeigte sich erfreut, dass eine erste Logport-IV-Ansiedlung gestern Richtfest feiern konnte. Er erinnerte daran, dass 2012 mit der Schließung des Bergwerks West in Kamp-Lintfort ein wichtiger Arbeitgeber verloren gegangen sei. "Die Ansiedlung ist wichtig, weil wir in der Region Arbeitsplätze brauchen."

Der Bebauungsplan erlaubt dem Unternehmen Chal-Tec den Betrieb der Immobilie an der Norddeutschlandstraße rund um die Uhr. "Der Standort Kamp-Lintfort bietet uns perfekte Bedingungen", betonte Peter Chaljawski. "Es gibt ein gutes Netzwerk von Dienstleistern und ein super Zubringer-Netz."

Das neue Logistikzentrum liegt nah zu den Übersee-Häfen Antwerpen/Rotterdam und zum Duisburger Binnenhafen. "Wir erwarten schnellere Zulieferzeiten." Das Unternehmen mit Sitz in Berlin ist aktuell in 21 Ländern aktiv.

(RP)
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