Kamp-Lintfort: Eritreer wollte sich in Kamp-Lintfort umbringen

Kamp-Lintfort: Eritreer wollte sich in Kamp-Lintfort umbringen

Ein Bewohner des Flüchtlingsheims an der Friedrichstraße in Kamp-Lintfort hat am Freitagabend offenbar versucht, sich das Leben zu nehmen.

Wie Sozialdezernent Christoph Müllmann gestern auf RP-Anfrage mitteilte, haben Security-Mitarbeiter den Mann aus Eritrea entdeckt, als dieser sich zu strangulieren versuchte. Das Sicherheitspersonal rief den Notarzt. Das bestätigte auch die Kreispolizeibehörde in Wesel, die ein Ermittlungsverfahren aufgenommen hat. "Wir müssen uns bei einem Suizid-Versuch einschalten und die Ursache ermitteln", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Der afrikanische Flüchtling wurde in ein Krankenhaus nach Moers gebracht und befindet sich auf der Intensivstation. Laut Kreispolizei Wesel bestand gestern aber keine Lebensgefahr mehr. Zur Motivation des Mannes konnten Stadt und Polizei keine Angaben machen. In Kamp-Lintfort leben zurzeit etwa 240 Asylbewerber (Stand November 2017). Der Internationale Bund wird sich um den Mann kümmern. Es wurde auch ein Dolmetscher ins Krankenhaus geschickt. Laut Christoph Müllmann ist das Sicherheitspersonal im Heim auch nachts eingesetzt.

(aka)