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Kamp-Lintfort: Einzelhandel in Kamp-Lintfort entwickelt sich positiv

Kamp-Lintfort : Einzelhandel in Kamp-Lintfort entwickelt sich positiv

Gestern hat Woolworth eine Filiale an der Moerser Straße 225 in Kamp-Lintfort eröffnet. Auf der rund 600 Quadratmeter großen Verkaufsfläche bietet das Geschäft Artikel im mittleren und unteren Preissegment an. Im Einzelhandel der Hochschulstadt ist in den vergangenen Wochen und Monaten viel Bewegung gekommen.

Extrablatt hat am Prinzenplatz ein Café geöffnet. An der Ecke Moerser Straße / Ecke Kamperdickstraße ist das Unternehmen Michelbrink Buch & Papeterie eingezogen. "Es geht nach vorne", sagt Angelika Sturmeit, Vorstandsmitglied in der Werbegemeinschaft und Inhaberin des Geschäfts Romantik an der Moerser Straße 277. "Der Wandel in unserer Stadt ist voll im Gange", sagt sie. "Kamp-Lintfort bewegt sich weg vom Zechen-Image, und deshalb siedeln sich vielleicht auch größere Häuser wie Woolworth an. Schade ist nur, dass es immer weniger inhabergeführte Geschäfte gibt."

Gerade Kunden, die von außerhalb in die Stadt kämen, würden ihr gegenüber immer wieder erwähnen, wie schön es in Kamp-Lintfort ist. "Das Bummeln macht den Leuten wieder Spaß", betont Angelika Sturmeit. Diesen Eindruck hat auch Wilhelm Bommann, Geschäftsführer des Niederrheinischen Einzelhandelsverbands. "Kamp-Lintfort ist eine junge und dynamische Stadt. Gerade die Ansiedlung der Hochschule ist ein Riesen-Pfund." Bommann geht davon aus, dass auch der Einzelhandel von Strukturwandel und Stadtentwicklung in der Stadt profitieren wird. "Der Einzelhandelsverband war zwar kein Freund des Einkaufszentrums Ek3. Es ist aber ein Gebäudekomplex entstanden, der die Innenstadt zum Glück nicht abriegelt." Zufrieden mit der Entwicklung zeigt sich auch Wirtschaftsförderer Dieter Tenhaef. "Die Moerser Straße mit ihren Anknüpfungspunkten Real, C&A sowie Ek3 ist eine richtige 1a-Lage für Kamp-Lintfort geworden", erklärte der städtische Wirtschaftsförderer auf RP-Anfrage. "Und was die Zahl der Parkflächen betrifft, befinden wir uns im Vergleich zu anderen Städten auf der Insel der Glückseligkeit." Leerstände würden in relativ kurzer Zeit belebt. Probleme sieht Dieter Tenhaef vor allem im Bereich der Nebenstraßen. "Das hängt aber vielfach damit zusammen, dass die Eigentümer in Bezug auf die Mieten auf einem zu hohen Niveau denken", betont der Wirtschaftsförderer. Er freut sich darüber, dass sich die Freiherr-vom-Stein-Straße zum Ärzte- und Apotheker-Zentrum entwickelt. "Schön ist auch, dass das Möbelhaus gegenüber des Rathauses neu belebt werden soll." Dort sollen voraussichtlich Wohnungen entstehen. Das kann Tenhaef aus Gesprächen mit dem Eigentümer berichten.

(RP)