Kamp-Lintfort: Ein Musikfestival für 600 Schüler

Kamp-Lintfort: Ein Musikfestival für 600 Schüler

Das Kinder- und Jugendmusikfestival bringt Schüler im Alter von sechs bis 17 Jahren in Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg in Kontakt mit der klassischen Musik. Dabei werden die Mädchen und Jungen selbst zu Akteuren.

Drei Projekte, drei Städte: Das Kinder- und Jugendmusikfestival bringt im 12. Jahr die kulturelle Bildung an Schulen in der Region. Die Verantwortlichen wollen die Kinder nicht nur spielerisch an die klassische Musik heranführen und mit verschiedenen Instrumenten bekanntmachen, sondern sie dabei unterstützen, "ungeahnte Talente" zu entdecken. Denn beim Kinder- und Jugendmusikfest, das Education-Projekt des renommierten Kammermusikfests, dürfen die Mädchen und Jungen selbst zu Akteuren werden. Los geht es am 5. März an der Europaschule in Kamp-Lintfort. 75 Schüler der Jahrgangsstufe sieben werden zusammen mit Dozenten der Stahlberg-Stiftung in Hamburg eine Woche lang, ein Musical einstudieren. Sie trainieren wie die Profis, singen, tanzen und präsentieren Freitag, 9. März, 17 Uhr, in der Stadthalle Kamp-Lintfort die Ergebnisse der Probenarbeit.

Beim Projekt "Musical@School", einer Kooperation mit der Hamburger Stahlberg-Stiftung, steht 2018 ein neues Musical im Fokus: "Endlich Elbphilharmonie" erzählt die Geschichte, wie die Kinder in ihren Rollen selbst die große Bühne stürmen werden. Barbara Mennekes, Rektorin der Europaschule, berichtete gestern, dass die Siebtklässler sehr aufgeregt sind. "Sie haben Angst vor diesem Auftritt, aber wir möchten ihnen gerne eine neue Welt eröffnen." Und im Juni soll es dann auch auf Wanderfahrt nach Hamburg gehen, damit die Schüler auch den Ort kennenlernen, der Mittelpunkt des Musicals ist. Am Freitag, 16. März, zieht das Kinder- und Jugendmusikfest weiter nach Rheinberg. Dort besuchen die Musiker Jörg Lengersdorf, Friedemann Pardall und Kai Schumacher die städtische Grundschule und stellen den Kindern verschiedene alte Instrumente vor. "Wir wollen ihnen die Berührungsängste nehmen", berichtete Jörg Lengersdorf gestern bei der Vorstellung des diesjährigen Musikfests. Die Grundschüler sollen aber nicht nur zuhören, sondern die Instrumente selbst einmal ausprobieren. "Ich packe dafür meinen Instrumenten-Fundus in den Kofferraum", sagte Lengersdorf.

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Logistisch mit einem großen Aufwand verbunden ist das Kinder-Mitmach-Konzert "Der Karneval der Tiere" am Donnerstag, 19. April, 10 Uhr, in der Kulturhalle in Neukirchen-Vluyn. Organisatorin Jeannette von der Leyen hat alle Grundschulen in Neukirchen-Vluyn eingeladen. Es werden 420 Mädchen und Jungen erwartet. Unter der künstlerischen Leitung von Alexander Hülshoff bringen Studenten des Orchesterzentrums NRW, das Hülshoff seit vier Jahren leitet, Camille Saint-Saëens' "Der Karneval der Tiere" auf die Bühne. "Dafür benötigen wir zwei Konzertflügel", berichtet von der Leyen. Sie werden gespielt von Nils Liepe und Meri Tschabaschwili. Eike von der Leyen, selbst Saxofonist, übernimmt die Rolle des Sprechers. "Die Lehrer haben kreative Ideen entwickelt, wie die Kinder in diesem Konzert eingebunden werden können. Sie tragen Masken oder spielen Percussions." Das Kinder- und Jugendmusikfestival wird gefördert durch die Stadtwerke Kamp-Lintfort, die Volksbank Niederrhein, die Bürgerstiftung Neukirchen-Vluyn, durch seinen Förderverein Grancino und eine Spende der Lions Kamp-Lintfort.

(RP)