Ehrenamtliche Helfer für das Kloster Kamp in Kamp-Lintfort.

Engagement in Kamp-Lintfort : Ehrenamtliche Helfer für das Kloster Kamp

Maria Riemer und Jolanda Krech gehören zu den jüngsten Ehrenamtlichen im Zentrum Kloster Kamp. Und sie sind gerne dort.

Seit sieben Jahren steht Jolanda Krech im Bernhardzimmer neben dem Rokokosaal, um Wasser und Wein auszuschenken, wenn das Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp zu einem Konzert oder zu einem Abend für Genießer einlädt. „Ich mache das einfach gerne“, erzählt die Ehrenamtliche, die hauptberuflich im offenen Ganztag einer Grundschule arbeitet. „Der Kontakt mit den Menschen ist schön.“ Über ihren Mann Robert Krech, der hauptberuflich für das Zentrum Kloster Kamp arbeitet, fand sie den Weg auf den heiligen Berg. Mit 39 Jahren gehört die Kamp-Lintforterin zu den jüngeren Ehrenamtlichen, die mitten im Berufsleben stehen. Noch jünger ist Maria Riemer. Die Rheinbergerin ist erst 27 Jahre alt. Seit eineinhalb Jahren arbeitet die Realschullehrerin im Klostercafé.

„Es ist schön, Kuchen mit Sahne zu servieren und den Besuchern eine Freude zu machen“, sagt sie. Sie hilft vor allem in den Schulferien und an den Wochenenden im Café. „Eine Schicht dauert drei Stunden“, berichtetet sie. „An Wochentagen und an Samstag dauert sie von 14 bis 17 Uhr. An Sonntagen gibt es zwei Schichten von 11 bis 14 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Die Atmosphäre im Kloster Kamp ist eine besondere, auch unter den Mitarbeitern.“ Sie kam über ihre Tante Christel Westermann, die hauptberuflich im Zentrum Kloster Kamp wirkt, in Kontakt. Mittlerweile hat sie auch ihren Bruder Stephan Riemer gewinnen können, im Café mitzuhelfen. Mit 19 Jahren ist der Rheinberger, der im Sommer eine Ausbildung beginnen will, zurzeit der jüngste der gut 100 Ehrenamtlichen. „Kein anderer Verein in Kamp-Lintfort hat so viele“, sagt Christoph Müllmann als stellvertretender Vorsitzender des Vereins, der das Zentrum trägt. Die Anzahl ist konstant, während sich die Engagierten ändern. Aus Altersgründen schieden 2018 rund zehn aus und zehn Neue kamen hinzu. „Wir nennen sie die wahren Klosterschätze“, sagt Peter Hahnen, Leiter des Zentrums. „Sie kommen vor allem aus Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort. In den letzten Jahren sind immer mehr aus der Region Niederrhein dabei, zum Beispiel aus Dinslaken, Voerde oder Kevelaer.“

Neben dem Café arbeiten sie im Klosterladen, Kräutergarten und Weinberg mit. Sie helfen bei den Veranstaltungen. Oder sie führen Besuchergruppen über den Kamper Berg, 222 im vergangenen Jahr. Sie zeigen ihnen unter anderem Abteikirche, Terrassengarten und Schatzkammer, wie das Museum im einstigen Agathastift heute genannt wird. Neben dem täglichen Dank werden die Ehrenamtlichen einmal im Jahr zu einer Ehrung mit Musik in den Rokokosaal des Klosters eingeladen. „Wo unser Herz ist, ist unser Schatz“, zitierte Pfarrer Michael Ehrle dort als Vorstandsmitglied ein Wort Jesu aus dem Neuen Testament. „Ihr Herz, Ihr Enthusiasmus ist unser Schatz. Vergelt’s Gott“, erklärte er und bedankte sich für das große Engagement.