Die Laga-GmbH in Kamp-Lintfort hatte einen straffen Terminplan.

Laga in Kamp-Lintfort : Landesgartenschau startet in 471 Tagen

Auf dem ehemaligen Zechen-Areal beginnen 2019 die Bauarbeiten. Im Herbst werden 800 neue Bäume gepflanzt.

Noch 471 Tage bis zur Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort. Die Vorbereitung der Schau, die grüner Motor für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung Kamp-Linforts nach der Schließung des Bergwerks West im Jahr 2012 sein soll, geht in den Endspurt. Für die Mitarbeiter der Landesgartenschau-GmbH beginnt die intensivste Zeit. Jetzt wird gebaut – auf dem ehemaligen Zechengelände des Bergwerks West, auf dem Wandelweg und am Kloster Kamp. Der Zeitplan ist sportlich. Die Geschäftsführer Martin Notthoff und Heinrich Sperling erläutern im Grafschafter, was 2019 alles zu tun ist, damit die Gartenschau am 17. April 2020 starten kann.

Das Gelände des stillgelegten Bergwerk West in Kamp-Lintfort (Archivfoto). Foto: dpa/Roland Weihrauch

Erstes Quartal 2019

– Die Landesgartenschau-GmbH wächst: Die Mitarbeiterzahl steigt von aktuell elf auf 20.

– Die Bauarbeiten im zukünftigen Zechenpark an der Friedrich-Heinrich-Allee starten. Anfang 2019 gehen die letzten Ausschreibungen raus, alle Gewerke sind dann vergeben. Der monumentale Förderturm und das historische Stahlgerüst werden saniert. Der Förderturm, der zur Gartenschau in zwei Jahren als Aussichtsturm dienen wird, wird eingerüstet, neue Stromleitungen für Licht und Außenbeleuchtung werden gelegt und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt.

– Der Hochbau startet: Es entstehen das Green FabLab (ein grünes Forschungslabor) der Hochschule Rhein-Waal und das Erlebnispädagogische Zentrum mit Tiergehege und Streichelzoo.

– Die Vergabe der Gastronomie im Zechenpark steht kurz bevor: Die Ausschreibung geht raus.

– Im Februar tagt eine Jury und sucht das beste Spielplatzkonzept für den Zechenpark. Die Laga-GmbH hat einen Wettbewerb unter Spielgerätehersteller ausgeschrieben. Thema soll der Bergbau sein. Der Spielplatz wird unterschiedlichen Altersklassen Angebote machen.

– Es starten die ersten Baustellenführungen für ein Interessierte.

Zweites Quartal 2019

– Die temporäre Ausstellungsbereiche im Zechenpark werden geplant. Erste Aussteller stehen bereits fest: Stadtwerke Kamp-Lintfort, Abfallentsorgungszentrum Asdonkshof und Lineg werden sich gemeinsam präsentieren. Kontakt mit weiteren Ausstellern ist aufgenommen, mit denen Martin Notthoff und Heinrich Sperling die unterschiedlichsten Beiträge verabreden wollen.

– Die Planung des Veranstaltungskalenders 2020 nimmt Fahrt auf: Die GmbH nimmt Gespräche mit allen Vereinen, Gruppen und Institutionen aus der Region auf, die sich mit einem Programm auf der Gartenschau präsentieren wollen. Feststeht, dass die Landeskirchschicht stattfinden wird. Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition holt dieses Ereignis nach Lintfort.

– Die Anlage des Paradiesgartens am Kloster Kamp ist bereits ausgeschrieben. Der Bauaufwand ist dort deutlich geringer als auf dem Zechengelände. Trotzdem guckt man deutlich darauf: Denn man weiß nie, was dort archäologisch zu Tage gefördert wird.

– Im Frühjahr gehen weitere Ausschreibungen raus: Jetzt wird es grün. 800 Bäume werden angeschafft. Sie sollen auf dem Areal der Landesgartenschau neu gepflanzt werden. Diese werden etwa acht Meter groß sein.
– Der Wandelweg, der auf 2,7 Kilometer das Zechengelände mit dem Kloster Kamp verbindet, rückt in den Fokus. Wenn die Fuß- und Radwege angelegt sind, die dem Verlauf der Großen Goorley folgen und am Kloster auf die Fossa Eugeniana stoßen, werden die Brücken gebaut.
– Im Sommer starten erste Marketingaktionen. Die GmbH hat jedoch nicht so sehr die Besucher im Blick, sondern mehr die Busunternehmer und Reiseveranstalter.

Drittes Quartal 2019

– Fritz, der Amberbaum, den Ministerpräsident Armin Laschet im September gepflanzt hatte, bekommt Gesellschaft. Die Baumpflanzungen starten im Herbst, die Gruben für die Bäume am neuen Quartiersplatz sind bereits ausgehoben. Laschets Amberbaum ist nach dem Spitznamen des Bergwerks „Fritzen Henn“ benannt. Es werden auch Zwiebeln und Stauden gepflanzt.

– Bei der Planung der kostenpflichtigen Kulturveranstaltungen wird die Landesgartenschau-GmbH von einem externen Veranstaltungsbüro unterstützt. Erste Gespräche sind geführt.

– Die Ausbildung von 150 Gästeführern beginnt, die 2020 die Besucher informieren werden.

– Es wird ein formelles Parkleitsystem erarbeitet. Hinweisschilder auf der Autobahn werden 2020 aufgestellt. Das Sicherheitskonzept wird erarbeitet, das Kassenwesen geplant. Die Ausschreibungen für Wachdienst und Kassenpersonal gehen raus. Die Kassenhäuschen werden am Fuß des Klosters Kamp und im Eingangsbereich an der Lohnhalle stehen.

– Die überregionale Werbung für die Landesgartenschau und Marketingaktionen beginnt.

Viertes Quartal 2019

– Die Homepage der Landesgartenschau wird umgebaut und um neue Module erweitert.
– Zu Moderatorin Yvonne Willicks, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Sparkassenpräsident Michael Breuer gesellen sich zwei weitere Botschafter, die für die Laga 2020 werben werden.