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Die Fördergemeinschaft zieht Ende des Jahres in den Schirrhof in Kamp-Lintfort ein.

Bergbautradition in Kamp-Lintfort : Fördergemeinschaft packt die Umzugskisten

Bis Jahresende soll alle Dokumente und Bergbauutensilien im neuen Domizil Schirrhof eingeräumt sein.

  Am Aschermittwoch ist alles vorbei, zumindest im Karneval. Bei der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein geht es am Tag vor Aschermittwoch richtig los. „Nach Karneval packen wir an der Schulstraße alles in Kartons“, berichtete Vorsitzender Norbert Ballhaus bei Jahreshauptversammlung. „Dann beginnt der Umzug zum Schirrhof an der Friedrich-Heinrich-Allee. Zur Barbarafeier wollen wir alles eingeräumt haben.“  Der Umzug ist im Jahr 2019 das große Thema der Fördergemeinschaft, die Ende 1987 gegründet wurde. 31 Jahre hatte sie ihr Domizil im Knappenheim, das der Einmündung der Schulstraße in die Mittelstraße liegt, zunächst nur einige Räume und dann eine ganze Etage. „Dort befinden sich 7000 Bücher und 400 Grubenlampen“, erläuterte der Vorsitzende. „Dazu kommen unzählige Dokumente und Utensilien des Bergbaus.“  Den Umzug hat die Fördergemeinschaft in vier Phasen eingeteilt. Die erste beginnt am Dienstag nach Rosenmontag, 5. März. An diesem Tag beginnen die Mitglieder, die sich regelmäßig jeden Dienstagvormittag im Knappenheim treffen, die Gegenstände in Kisten zu packen und diese zu beschriften. Bis zum 12. Juli soll das Packen abgeschlossen sein, wenn die Schulferien beginnen. 

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Die zweite Phase könnte im Laufe des Junis beginnen, ist aber noch nicht terminiert. In ihr wollen die Mitglieder der Fördergemeinschaft im rechten Teil des Schirrhofes, der dann teilsaniert ist, Leitungen für Strom und Internet ziehen sowie die Räume anstreichen. In der dritten Phase  wollen sie die schweren Vitrinen, die im Knappenheim an der Schulstraße stehen, von einem Umzugsunternehmen zum Schirrhof bringen lassen.  In der vierten Phase heißt es für die Mitglieder der Fördergemeinschaft, die Kartons auszupacken. „Wir haben die Chance, etwas Tolles aufzubauen“, unterstrich Norbert Ballhaus, nachdem Schriftführer Dr. Gunter Hagen die aktualisierte Satzung erläutert hatte. „Vor der Barbarafeier am 4. Dezember soll alles abgeschlossen sein.“ Bei der nächsten Mitgliederversammlung soll der Umzug im Mittelpunkt stehen. Zu dieser lädt die Fördergemeinschaft am 27. März, 18 Uhr, in die Gaststäte „Altes Kasino“ an der Ringstraße ein. Bis dann will sie einen Zeitplan vorlegen, wann die nächsten Phasen des Umzuges beginnen und enden sollen. Parallel zum Umzug laufen die Arbeiten am Leerstollen, den die Mitarbeiter des Teams Lehrstollen im Jahr 2018 erweiterten.

„Die Vergrößerung ist abgeschlossen“, sagte Teamleiter Klaus Deuter. „2019 sind nur noch kleinere Arbeiten zu erledigen.“ Dieser Lehrstollen sei das Aushängeschild des Vereins, hatte Beisitzer Manfred Reis berichtet, als er auf die Aktivitäten der Fördergemeinschaft im Jahr 2018 zurückgeblickt hatte, der 620 Mitglieder angehören. „Der Lehrstollen hatte im letzten Jahr über 3000 Besucher“, sagte er.