Der erste Aussteller auf dem Laga-Gelände in Kamp-Lintfort steht fest.

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort : Grünes Klassenzimmer für die Gartenschau

Der Vertrag ist seit gestern unter Dach und Fach: Lineg, KWA und Stadtwerke leisten einen gemeinsamen Ausstellungsbeitrag zur Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort.

Lineg, Kreis Weseler Abfallgesellschaft (KWA) und Stadtwerke eröffnen auf dem Gelände der Landesgartenschau in zwei Jahren ein „grünes Klassenzimmer“. Schüler aller Altersklassen erhalten dort thematische Unterrichtsangebote rund um Trink- und Abwasser, Wärme und Abfall. Die drei großen in Kamp-Lintfort ansässigen Unternehmen haben sich entschlossen, einen gemeinsamen Beitrag zur Landesgartenschau 2020 zu leisten und sich den Besuchern mit ihren Ver- und Entsorgungsdienstleistungen in Kamp-Lintfort vorzustellen. Sie werden einen der Pavillons auf dem temporären Ausstellungsbereich beziehen. Am Dienstag unterzeichneten Karl-Heinz Brandt (Lineg), Peter Bollig (KWA) und Andreas Kaudelka (Stadtwerke) den Ausstellervertrag mit der Laga-GmbH. Heinrich Sperling, Geschäftsführer der Laga-GmbH, freute sich über diese Initiative sehr: „Es ist der erste Vertrag für eine der temporären Ausstellungsflächen, den wir heute unterschreiben.“

Weitere sollen folgen. „Wir haben viele Anknüpfungspunkte“, betonte Peter Bollig, Geschäftsführer der KWA, am Dienstag, warum sich die drei Dienstleister gemeinsam auf der Landesgartenschau präsentieren wollen. „Die KWA bringt zum Beispiel ihre Wärme zur Stadtwärme und behandelt den Klärschlamm der Lineg.“ Die Idee, sich auf der Landesgartenschau einzubringen, ist bei einem Arbeitstreffen der drei Geschäftsführer entstanden. Die Unternehmen werden sich ab April 2020 in einem Glaspavillon mit Aktionen und Informationen rund um das Thema Ökologie vorstellen. Auf rund 600 Quadratmetern wird sich an der Friedrich-Heinrich-Allee beispielsweise das „grüne Klassenzimmer“ öffnen. „Wir möchten den Besuchern zeigen, wie ein Bachlauf renaturiert wird“, erzählt Elke Wimmer, Pressesprecherin der Lineg. Eine Mitarbeiterin, die zur Fachkraft für Wasserwirtschaft ausgebildet und ihre Abschlussarbeit zu diesem Thema schreiben wird, soll das Projekt federführend vorbereiten. Die Umsetzung übernehmen dann weitere Auszubildenden. Experimente am Wasser werden ebenso möglich sein. Denn bis zur Laga ist auch die Goorley renaturiert. Die KWA, die ihren Sitz am Asdonkshof hat, wird Unterrichtseinheiten zum Thema Kompost anbieten. Und die Stadtwerke bringen eine Pumpe mit, die durch eine Photovoltaikanlage des Energieversorgers betrieben wird. Die Unternehmen wollen auch die Möglichkeit nutzen, ihre Ausbildungsberufe vorzustellen. Dazu ist eine Neuauflage des Projekts „Feuer und Wasser“ geplant, das Lineg und KWA für Schüler in der Region anbieten. Auch eine Umweltpädagogin soll engagiert werden.

Stadtwerke Kamp-Lintfort, Lineg und Kreis Weseler Abfallgesellschaft sind die ersten, die einen Ausstellervertrag mit der Laga-GmbH unterzeichnet haben. Im Beisein von Bürgermeister Christoph Landscheidt (links) unterzeichneten Peter Bollig, Karl-Heinz Brand, Heinrich Sperling, Andreas Kaudelka und Martin Notthoff den Vertrag. Foto: Anja Katze/Anja Katzke

Der temporäre Ausstellungsbereich der Laga umfasst insgesamt zehn Hektar. Vereine, Verbände und Initiativen haben dort die Möglichkeit, sich zwischen Pavillons und Gartenanlage zu präsentieren.