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Der Adventsmarkt in Kamp-Lintfort wird durch das Ehrenamt getragen.

Advent in Kamp-Lintfort : Der Barbaramarkt eröffnet den Reigen der Adventsmärkte

Die katholische Kirchengemeinde St. Josef erwartet am ersten Adventswochenende einige tausend Besucher auf dem Kirchplatz vor der Marienkirche.

Mehr als 250 freiwillige Helfer sind zur Stelle, wenn das Organisationsteam der katholischen Kirchengemeinde St. Josef ruft: „Ja, unser Barbaramarkt lebt vom ehrenamtlichen Engagement“, sagt Hans-Peter Niedzwiedz von der Planungsgruppe. „Ohne die vielen Helfer, die den Adventsmarkt planen, organisieren und mitgestalten, wäre er gar nicht möglich.“ Zu den vielen Freiwilligen zählt auch Yvonne Willicks. Die WDR-Moderatorin wird nicht nur am Samstag, 1. Dezember, im Don-Bosco-Haus aus ihrem Buch „Glaube ganz einfach“ vorlesen, sondern auch ganz praktisch am Reibekuchenstand mitbrutzeln. „Es haben sich einige Familien zusammengeschlossen“, erzählt die Haushalts-Expertin des WDR am Freitag. Yvonne Willicks ist im Schatten der früheren Marienkirche aufgewachsen, so wie viele andere Teilnehmer, die die insgesamt 40 Aktionsstände betreiben wollen. Der Barbaramarkt, der die Besucher seit 22 Jahren mit seinem Lichtspiel begeistert, ist ein Markt von Bürgern für Bürger. Der erste von insgesamt drei Adventsmärkten in Kamp-Lintfort, der am Freitag, 30. November, 18 Uhr, startet, versucht, Tradition und Zukunft zu vereinen. „Wir setzen in diesem Jahr ein Zeichen für die Landesgartenschau 2020 – und zwar mit dem Laga-Express“, berichtet Hans-Peter Niedzwiedz. Eine Kindereisenbahn wird durch das Laga-Land fahren. „Bei uns gibt es sogar schon einen Bahnhof.“ Der Adventsmarkt lockt die Besucher jedoch nicht nur mit schönen Bastelarbeiten und Geschenkideen für Weihnachten. Das Planungsteam hat ein buntes Programm zur Unterhaltung der Besucher zusammengestellt. In der Kita St. Marien finden Familien eine Lebkuchenhaus-Werkstatt, im Diesterwegforum bringt Schauspielerin Mareike Lenz das Kindertheaterstück „Honk und Hanna und der kleine Stern“ auf die Bühne. Die Weihnachtskrippe ist dieses Jahr nicht nur schön anzuschauen, dort wird auch die Weihnachtsgeschichte erzählt: „Es gibt Kopfhörer für die Besucher. Sie können in Ruhe zuhören, welche Geschichte sich hinter dem Ereignis der Heiligen Nacht verbirgt“, erklärt Hans-Peter Niedzwiedz. Die Kirchengemeinde hat auch das Kolping-Infomobil in die Altsiedlung eingeladen, das über die Themen Flucht und Vertreibung informiert. Drei Kamp-Lintforter Initiativen nutzen die Gelegenheit, sich dort vorzustellen: die Aktion „Sevengardens“, der Internationale Bund sowie die CEC-Connect-Bildungsoffensive. Die Erlöse des Barbaramarktes kommen ausschließlich sozialen Zwecken zugute.