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Botschafter wirbt auf Zollverein für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort.

Landesgartenschau in Kamp-Lintfort : Botschafter wirbt auf Zollverein für die Laga

Professor Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Stiftung Zollverein, ist seit Mittwoch vierter Botschafter der Landesgartenschau 2020.

Hans-Peter Noll trägt zur Feier des Tages das Laga-T-Shirt in Schwarz. Für den Vorsitzenden der Stiftung Zollverein sind Kamp-Lintfort und das Zechenareal an der Friedrich-Heinrich-Allee keine Unbekannten. Bis 2017 hat er als Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien GmbH den Wandel im Herzen der Stadt mit begleitet. Er unterstützte die Stadt in Fragen der Nachfolgenutzung des 2012 stillgelegten Bergwerks West und bei der Bewerbung um die Landesgartenschau 2020. „Es ist für mich ein toller Tag und eine Ehre, an meiner alten Wirkungsstätte Botschafter für die Landesgartenschau zu werden“, erklärte er am Mittwoch, bevor er mit Bürgermeister Christoph Landscheidt, Laga-Geschäftsführer Martin Notthoff und einigen Mitgliedern des Stadtrates die Baustelle im künftigen Zechenpark besichtigte.

„Es geht hier um Transformation“, betonte Noll und lobte die „offensive Strategie“, mit der die Stadt Kamp-Lintfort vor rund sieben Jahren den Wandel vorangetrieben hat. „Mich hat vor allem die hohe Beteiligung der Bürger und das große Engagement fasziniert.“ Hans-Peter Noll wird als Botschafter im Ruhrgebiet und vor allem bei den an Industriekultur interessierten Menschen für die Landesgartenschau in der Kloster- und Hochschulstadt werben. Martin Notthoff stattete ihn gestern mit drei roten Taschen voller Werbematerialien aus: Laga-Enten, Laga-Taschen und Infoflyer. Nachschub sei jederzeit zu bestellen, scherzte der Laga-Geschäftsführer.

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Noll bot den Kamp-Lintforter an, sich auch auf dem Weltkulturerbe Zollverein in Essen zu präsentieren. Das brachte ihm die Anerkennung der Anwesenden ein. Der Vorsitzende der Stiftung Zollverein ist Gartenschau-erfahren. Wie er am Mittwoch berichtete, brachte er die Landesgartenschau in Oberhausen-Osterfeld mit auf den Weg, war an der Bewerbung von Hamm für eine Gartenschau beteiligt und erlebte die Bundesgartenschau im Nordsternpark mit. Seine Motivation, Botschafter zu sein, erklärte er so: „Wie können wir junge Menschen dazu bewegen, in die Region zurückzukehren – nur durch Arbeitsplätze und Lebensqualität.“ Bürgermeister Christoph Landscheidt erinnerte gestern daran, dass die RAG Montan Immobilien im gesamten Entwicklungsprozess der wichtigste Partner der Stadt Kamp-Lintfort gewesen sei. „Und es ist nicht immer einfach, mit solch einem Riesen Konzern wie die RAG umzugehen“, betonte der Bürgermeister. Er lud Hans-Peter Noll anschließend aufs Zechenareal ein. Dort sind die ersten Pflaster für den künftigen Quartiersplatz schon gelegt, zahlreiche Bäume gepflanzt. Insgesamt, so berichtete Martin Notthoff, werden es 1000 neue Bäume im ganzen Stadtgebiet sein. „Sie werden auch schon grün.“ Dafür werden sie allerdings auch ordentlich gewässert.