Kamp-Lintfort: Bombe auf Zechenareal entschärft

Kamp-Lintfort : Bombe auf Zechenareal entschärft

Kamp-Lintforts Innenstadtbereich ist gestern wegen einer Bombenentschärfung weiträumig gesperrt worden. 260 Personen, die in einem Radius von 250 Metern um den Fundort wohnen und arbeiten, wurden evakuiert.

Bauarbeiter haben die Fünf-Zentner-Bombe gestern bei den aktuell laufenden Abbrucharbeiten auf dem Areal des ehemaligen Bergwerks West in Kamp-Lintfort gefunden. Das Ordnungsamt wurde gegen 11.45 Uhr über den Bombenfund informiert. Die städtischen Mitarbeiter leiteten die notwendigen Maßnahmen ein, damit der Blindgänger amerikanischen Typs aus dem Zweiten Weltkrieg noch am selben Tag entschärft werden konnte. Das war gegen 18.30 Uhr der Fall. Die Stadt Kamp-Lintfort gab über die sozialen Medien Entwarnung. Die Entschärfung war gut verlaufen. Alle Straßensperren wurden wieder aufgehoben.

Stadt und Polizei sperrten die Straßen im Umfeld des Zechenareals weiträumig ab. Dort wurde die Bombe entschärft. Foto: Prümen Norbert

Stadt und Polizei hatten den Bereich um das ehemalige Zechengelände, auf dem die Fünf-Zentner-Bombe gefunden worden war, weiträumig gesperrt. Aus Sicherheitsgründen evakuierte die Ordnungsbehörde Anwohner und Mitarbeiter der dort ansässigen Betriebe in einem Radius von 250 Metern um den Fundort. 260 Personen waren laut Verwaltung davon betroffen und mussten ihre Häuser, Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, handelte es sich um die Johann- bis Christianstraße, Albert- bis Christianstraße sowie Alfred- bis Christianstraße. Studenten und Lehrkräfte der Hochschule Rhein-Waal, die sich in der Dependance an der Friedrich-Heinrich-Allee aufhielten, waren ebenfalls von der Evakuierung betroffen. Bei der Dependance handelt sich um das ehemalige Magazingebäude der Zeche. Kamp-Lintforter, die in einem Umkreis von 500 Metern der Fundstelle wohnen, wurden darum gebeten, die Häuser nicht zu verlassen. Damit war fast der gesamte Innenstadtbereich betroffen, insgesamt 2500 Menschen. Im Detail handelte es sich um die Bereiche zwischen Wandelweg an der Goorley bis Stefan-/Krusestraße, Stefanstraße bis Kreuzung Berta-/Krusestraße, Maria-Theresien-Straße bis Kreuzung Heinrichstraße, Moerser Straße bis Kreuzung Friedrichstraße, Steltenberg- bis Moerser Straße, Moerser- bis Johannstraße, Hermann- bis Philippstraße und Walterstraße, Alfredstraße bis Albertstraße, Jakobstraße bis Alfredstraße, Ebertstraße bis Marktplatz, Kattenstraße bis Franzstraße, Barbarastraße bis Einerstraße sowie Ringstraße. Auch folgende ansässige Betriebe waren laut Stadt betroffen: Asia-Markt, Fathi-Markt, Verwaltungsgebäude der Lineg, Casino am Park, EK3, Altes Rathaus, ABC-Gebäude und ein Restaurant.

Die Polizei hatte zur Sicherheit insgesamt 13 Sperren an den großen Zufahrtsstraßen eingerichtet, und an 26 weiteren Stellen waren Ordnungskräfte der Stadt eingesetzt, um Zufahrten zu sperren. Sorgen bereitete den Verantwortlichen von Ordnungsamt und Kampfmittelräumdienst offenbar die Wetterlage mit Regen und Gewitter. Die Entschärfung, die zunächst für 17 Uhr anberaumt war und nach Abschluss aller Sicherheitsmaßnahmen starten sollte, verzögerte sich um eine Stunde.

(RP)
Mehr von RP ONLINE