Kamp-Lintfort: Bienenfreundliche Wildblumen für die Laga

Kamp-Lintfort: Bienenfreundliche Wildblumen für die Laga

Martin Notthoff von der Landesgartenschau-GmbH berichtete vor Mitgliedern des Fördervereins über den aktuellen Stand der Planung.

Als Kamp-Lintfort am 3. November 2015 den Zuschlag zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2020 erhielt, schien der Eröffnungstermin noch in weiter Ferne. Jetzt drei Jahre später steht er schon fast vor der Tür.

Am Donnerstagabend traf sich der 2016 gegründete und inzwischen aus 620 Mitgliedern bestehende "Förderverein Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020" in der Aula der örtlichen Europaschule zu seiner diesjährigen Mitgliederversammlung. Dabei stand neben der satzungsgemäßen Neuwahl des Vorstandes auch ein ausführlicher Vortrag des Kamp-Lintforter Kämmerers Martin Notthoff über den derzeitigen Planungsstand der "Laga" auf dem Programm.

Doch zunächst kam nach einer kurzen Begrüßungsansprache des bisherigen und später erneut bestätigten Vereinsvorsitzenden Wolfgang Roth erst einmal Kamp-Lintforts Bürgermeister Landscheidt zu Wort. "Nach unserer anfänglichen Euphorie sind wir inzwischen in der realen Arbeitsphase angekommen, und die ist doch sehr umfangreicher, als wir anfangs angenommen hatten", bekannte er. "Aber wir kommen voran und sind auf dem besten Weg, die tollste Landesgartenschau, die wir je hatten, zu bekommen."

Ähnlich positiv sahen es auch die Mitglieder des Laga-Fördervereins. Bis auf die stellvertretende Vorsitzende Barbara Mennekes, die aus privaten Gründen ihren bisherigen stellvertretenden Vorsitz zur Verfügung gestellt hatte, bestätigten sie die Vorstandsriege an diesem Abend ohne Gegenstimmen in all ihren bisherigen Positionen. Damit war der Weg frei für Martin Notthoffs Überblick über den Stand dessen, was man den Besuchern in zwei Jahren auf der Kamp-Linforter Landesgartenschau präsentieren möchte.

So ist zum Beispiel auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Friedrich-Heinrich ein 25 Hektar großer Park mit zahlreichen Attraktionen wie einem Gärtnermarkt, einer Wasserspielfläche, Picknick-Arealen, einem Kleintierzoo und diversen anderen Erholungs- und Bewegungsangeboten geplant. Dazu wird es rund um den einstigen Förderturm einen zentralen Platz mit Gastronomiebetrieben und einer großen Veranstaltungsbühne geben, auf der sich neben einigen Großveranstaltungen zwischendurch auch örtliche Vereine mit eigenen Programmen vorstellen können.

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Weitere Laga-Schauplätze werden außerdem der alte Garten des Kamper Klosters und dessen barocker Garten sein. Dort muss bis auf einige wenige wegebauliche Maßnahmen nicht mehr viel erledigt werden. Anders ist es bei dem gut 2,7 Kilometer langen "Wandelweg" zwischen dem Kamper Gartenbereich und der Innenstadt.

Auf dem bisher überwiegend von Spaziergängern genutzten Weg entlang des Flüsschens "Große Goorley" entsteht zurzeit ein zusätzlicher Radweg, dem zum Bedauern vieler Bürger bereits einige schöne, alte Bäume geopfert wurden. Deren Verlust soll jedoch, laut Martin Notthoff, durch 800 neue Baumpflanzungen zur Landesgartenschau ausgeglichen werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Freiflächen entlang des Weges mit bienenfreundlichen Wildblumen zu besäen, um auch den sechsbeinigen Besuchern der Kamp-Lintforter "Laga" eine Freude zu machen.

Nach Notthoffs Vortrag nahmen dann noch die vom Förderverein unterstützte Bürgerinitiative "Pappelsee" und eine erst kürzlich neu gegründete Gemeinschaft verschiedener religiöser Gemeinschaften die Gelegenheit wahr, ihre bisherigen und zukünftigen Aktivitäten zur Landesgartenschau vorzustellen, bevor man sich anschließend im Eingangsbereich der Schule an Stehtischen zu weiteren informativen Gesprächen zusammenfand.

Hier die Namen des neuen (alten) Vorstandes des "Fördervereins Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020": Erster Vorsitzender: Wolfgang Roth, Stellvertretende Vorsitzende: Bettina Strobel und Elke Wimmer (neu für Barbara Mennekes), Schatzmeister: Rainer Ullrich. Schriftführerin: Marga Feistner, Beisitzer: Christoph Müllmann und Gebauer.

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