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Ausstellung mit Bildern von Peter Voss in der Kamp-Lintforter Galerie Pralat

Ausstellung : In archaischer Natur wird es „da hinten heller“

Die Galerie Pralat an der Moerser Straße zeigt Bilder des Neukirchen-Vluyner Malers Peter Voss. Vernissage ist am Freitagabend.

Peter Voss hält oft Landschaften auf Leinwand fest, abstrakt fest. Dabei sagt der 56 Jahre alte Neukirchen-Vluyner: „Natur abzubilden, scheitert. So wie das Original ist es nie. Aber wenn die Menschen nicht den Wunsch gehabt hätten, Natur abzubilden, würde es keine Malerei geben.“

Der Journalist und Maler unternimmt immer wieder von Neuem den Spagat, Landschaften abstrakt abzubilden. Außerdem malt er ganz abstrakte Bilder. Insgesamt 30 zeigt er jetzt in einer Ausstellung in der Galerie an der Moerser Straße 373 in Kamp-Lintfort, die am Freitagabendabend mit einer Vernissage eröffnet wird.

Auf einem Bild verewigt er mit viel Weiß, Grau und Blau den Fluss Ytri-Rangá im Süden Islands, in dem es vor Lachsen nur so wimmelt. „Ich habe Landschaftseindrücke festgehalten“, blickt er auf das Bild, mit dem er eine Reise mit seiner Frau und Moerser Journalistin Gaby Gies nach Island festhält. „Die Landschaft ist sensationell, ursprünglich und archaisch.“ Den Lachsfluss hat er zweimal gemalt, in großem Format mit dem Namen Ytri-Rangá I und in einer etwas kleinerer Fassung mit dem Namen Ytri-Rangá II, weil ihn das Ursprüngliche und Archaische fasziniert.

Deshalb arbeitet er auch mit Ölfarbe, nicht mit Acryl, obwohl Letzteres weniger kostspielig wäre. „Ich liebe den Geruch von Ölfarbe“, begründet Voss seine Vorliebe. „Schon mein Vater hat mit Ölfarbe gemalt, häufig Seemänner mit Pfeife, die früher als Motiv beliebt waren. Ein Onkel war Graphiker, ein anderer Maler.“

Auch Peter Voss wollte zunächst einen künstlerischen Beruf erlernen, studierte Architektur. Da zu diesem Studium nicht nur das Zeichnen gehört, sondern auch Mathematik, Statik und Zahlen, die ihm nicht lagen, brach er die Ausbildung ab, um Journalist zu werden. Die Liebe zur Kunst und zur Malerei blieb. „Ich male seit meiner Jugend“, erzählt er.

Nur selten arbeitet er mit dem Pinsel, meistens mit einem kleinen runden Spachtel der Malermeister, der aussieht wie ein winziger Tortenheber. Damit lässt er Bilder entstehen, deren Oberfläche nicht glatt ist, da er sie mit erhabenen Strukturen versieht.

Peter Voss hat eine Idee für seine Werke, die er zunächst skizziert. Wenn er an der Leinwand arbeitet, lässt er dem Malprozess freie Hand, um sich von dieser Idee zu lösen. „Die Bilder sind hinterher immer heller, immer optimistischer“, schmunzelt der Hobbymaler. Deshalb hat er seine Ausstellung „Da hinten wird’s heller“ genannt.

Er ist seine erste Ausstellung in einer Galerie. Den Kontakt zum Galeristen Kurt Pralat erhielt er über die Kamp-Lintforter und Berliner Künstlerin Karin Koch, die bei der Vernissage am Freitagabend sprechen wird.

Die Ausstellung „Da hinten wird’s
heller“ kann ab Samstag, 1. Februar, besucht werden. Die Bilder sind eine Woche lang bis Sonntag, 9. Februar, zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 11 bis 18 Uhr. Die Vernissage ist am Freitag, 31. Januar, um 19 Uhr. Die Galerie liegt am Tor Ost in Kamp-Lintfort, Moerser Straße 373.