Auf Wanderschaft durch das dunkle Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort : Auf Wanderschaft durch das dunkle Kamp-Lintfort

80 Frauen und Männer starteten bei der ersten Nachtwanderung, einer Ersatzveranstaltung für die frühere Walking-Night.

Die Walking-Night in Kamp-Lintfort galt als schönste der acht Walking-Veranstaltungen des Leichatathletikverbandes Nordrhein, besonders weil sie nachts bei Fackellicht durch ruhige Parks und vorbei an markanten Gebäuden lief. Doch die letzte fand 2017 statt. „Es war sehr schade, dass die Walking-Night 2018 ausgefallen ist“, sagte am Samstagabend Kai Prondzinsky vom Fitnessclub „Fit & Fun“. „Wir haben unseren Mitgliedern versprochen, 2019 etwas zu machen, wenn die Walking-Night wieder ausfallen sollte.“ Weil es tatsächlich so kam, organisierte Prondzinsky, der Mitveranstalter der Walking-Night gewesen war, die erste Nachtwanderung. Die Premiere nahm die Idee der Walking-Night auf, per Pedes Postkartenmotive der Stadt miteinander zu verbinden, wie das Stephanswäldchen und die Beamtensiedlung am Pappelsee, das Kloster Kamp mit dem barocken Terrassengarten und den Wandelweg entlang der Großen Goorley.

Gleichzeitig hatte die neue Nachtwanderung einen grundlegenden Unterschied zur Walking-Night. Sie war kein Wettbewerb der Schnellgeher, sondern ein Treffen von schnellen Wanderern. Am Samstagabend starteten vor dem Fitnessclub nahe dem Verkehrspavillon 80 Personen, anders als bei der Walking-Night vor allem aus Kamp-Lintfort und nicht aus anderen Kommunen. Im ersten und im letzten Drittel verlief der Kurs wie bei der Walking-Night über zehn Kilometer. Im mittleren Drittel wich er ab, ging vom Pappelsee nicht über die Ferdinanden- und Mittelstraße zum Kloster Kamp, sondern über die Gestfeld- und Feldstraße sowie parallel zum Eyllschen Kendel.

Der Wanderkurs war nicht, wie bei der Walking-Night, durch Fackeln und Leuchten markiert. Und weil die Wanderer in einer Gruppe unterwegs waren und nicht einzeln, entfielen die Streckenposten. „Die Wanderung ist eine tolle Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte Schirmherr René Schneider. Wie die anderen 80 Wanderer spendete er fünf Euro als Startgeld, die der Tierherberge Kamp-Lintfort zufließen.