Arien aus Operette und Oper erklingen im Terrassengarten in Kamp-Lintfort.

Mitsingen in Kamp-Lintfot : Arien aus Operette und Oper erklingen im Terrassengarten

Mit einem Konzertabend unter dem Titel „Summertime am Niederrhein“ endete am Sonntag der Kamp-Lintforter Kultursommer. Es gastierte „Canto Melodia“.

Fünf Veranstaltungen hatte der Kamp-Lintforter Kultursommer in diesem Jahr wieder zu bieten. Die fünfte und letzte fand bei strahlendem Sommerwetter am Sonntag in der offenen Orangerie des Kamper Klostergartens statt. Schon gut eine Stunde vor dem offiziellen Beginn um 18 Uhr waren dort innen kaum noch Sitzplätze zu finden, und auch draußen hatten es sich schon viele Besucher auf ihren mitgebrachten Klappstühlen bequem gemacht. Unter dem Titel „Summertime am Niederrhein“ standen an diesem Abend klassische Arien aus Oper und Operette, aber auch bekannte Musical-Melodien, Chansons und Schlager auf dem diesmal aus den beiden Kölner Sopranistinnen Sarah Cossboon und Claudia Groß, sowie dem Pianisten Jan Weigelt und dem Bassbariton Norbert Knabben bestehenden Ensembles „Canto Melodia“ auf dem Programm.

„Ich finde, diese Veranstaltung ist immer die schönste von allen“, schwärmte eine Besucherin. „Wann erlebt man sonst schon mal klassische Musik in so einer entspannten Atmosphäre?“ Das stimmte. Den Auftakt dazu machte in diesem Fall Pianist Jan Weigelt mit der kurzen Pianoeinlage „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Franz Lehárs Operette „Land des Lächelns“ . Der Kölner Musiker ist schon länger ein festes Mitglied des ansonsten öfter mal wechselnden Ensembles „Canto Melodia“ und darin neben seinen Klavierkünsten auch für seine witzigen Gesten und Kommentare bei deren Kultursommer-Konzerten bekannt.

Ihm folgte mit einer eher ernsten italienischen Opernarie der Bassbariton Norbert Knabben, der seit vielen Jahren für die gesamte Organisation der Kamp-Lintforter Kultursommers verantwortlich zeichnet. Auch die beiden Sopranistinnen blieben anschließend im eher „ernsten“ Musikfach. So sang Sarah Cossboon zum Beispiel die berühmte Arie „Vilja, oh Vilja aus Franz Lehárs „Lustiger Witwe und Claudia Groß aus Robert Scholz‘ „Venus in Seide“ die schwermütige Arie „Spiel auf deiner Geige das Lied von Leid und Lust“. Nach der Pause standen dann mehr so beschwingte Melodien wie „Dunkelrote Rosen bring ich schöne Frau“, „Ich tanze mit dir in den Himmel hinein“, oder das freche Otto-Reutter-Chanson „Nehm’se nen Alten“ auf dem Programm.

Zu diesem Zeitpunkt sangen schon viele Besucher, wenn auch anfangs noch recht leise, mit. Als Norbert Knabben am Ende dann bei der ersten Zugabe, dem „Weißen Rössl am Wolfgangsee“, schließlich ausdrücklich zum Mitsingen aufforderte, erschallte der Refrain anschließend wie bei einem Chor aus aller Munde, und auch bei der zweiten Zugabe „O Sole mio“ gab es trotz der inzwischen hinter den Bäumen verschwundenen Sonne zahlreiche begeisterte Mitsinger.

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