Kamp-Lintfort: Aquarelle aus der VHS-Werkstatt

Kamp-Lintfort : Aquarelle aus der VHS-Werkstatt

Die Birke hebt sich mit ihrem weiß glänzenden Stamm, der ihr den Namen gab, von anderen Bäumen ab. Sie symbolisiert wie kein zweites Gehölz den Frühling und die Jugendlichkeit, etwa wenn junge Birken zu Feiern als Maien gesetzt werden.

So gingen Birken auch in die Kunst ein, zum Beispiel als Gustav Klimt sie verewigte. In diesem Semester steht der Baum im Mittelpunkt der offenen VHS-Werkstatt Acrylmalerei. Die Ergebnisse, 21 Acrylbilder, sind seit gestern in der Mediathek zu sehen. "Die Birke - Mein Kunststück" lautet der Titel der Ausstellung.

"Ich wollte den Teilnehmern die Technik des Maskierens zeigen", erläutert Werkstattleiterin und Diplomdesignerin Heike Wirtz. "Es ist eine Technik, die in der Aquarellmalerei eingesetzt wird. Mit Kreppklebeband werden Streifen auf der Leinwand aufgebracht, die dann mit Farbe überarbeitet werden. Nach dem Trocknen werden die Klebestreifen entfernt. Nach der Demaskierung entsteht sofort die Assoziation von Birken." Die elf Teilnehmer, die sich jeden Mittwochvormittag im Diesterwegforum an der Vinnstraße treffen, haben sich aus unterschiedlichen Perspektiven den Birken genähert. Heidi Kreuz-Pauls zeigt auf einem ihrer Bilder einen "Märchenwald" und Dana Fuchs einen "Birkenzauber", Ingrid Zwanzig einen "Frühlingsreigen" und Marion Bartsch einen "Tanz der Birken". Ingried Gardiner-Quandt nennt einen ihrer Bilder "Herbst", genauso wie Hans Traxler. Nur auf einem Gemälde sind keine weißen Bäume zu finden. Es heißt "Fehlende Birken" und wurde von Ulrike Weyermann gemalt.

Die Mediathek liegt an der Freiherr-vom-Stein-Straße in der Nähe des Prinzenplatzes. Sie ist am Montag und Freitag von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet, am Dienstag und Donnerstag von 10 bis 13 und 14.30 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 13 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 29. Juni zu sehen.

(got)
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