„Angels“ aus Kamp-Lintfort sind bereit für Regionalmeisterschaft.

Leistungssport in Kamp-Lintfort : „Angels“ sind bereit für Regionalmeisterschaft

Die Cheerleaderinnen aus Kamp-Lintfort haben bei der Generalprobe ihr Programm für die Regionalmeisterschaft gezeigt. Sie wollen für den Sieg kämpfen,  aber auch Spaß haben.

„We are Angels, in black, red, white, fight, fight, fight!“ Vor dem Auftritt bringen die insgesamt 85 Sportlerinnen in Schwarz, Rot und Weiß dem Publikum ihren Cheer bei – andere würden das den Schlachtruf nennen. Die Kamp-Lintforter Cheerleadergruppe „Angels“ hatte am vergangenen Sonntag Generalprobe für die Regionalmeisterschaft West. Dort werden sich die vier Gruppen der Angels am 10. März mit Cheerleadern aus ganz Nordrhein-Westfalen messen. Kurz wird noch Kalli, das Erdmännchen in Bergmannskluft und Maskottchen der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort, begrüßt und angefeuert (schließlich ist es zu Gast bei Cheerleadern), dann legen die Mini Angels los. Die Jüngste ist vier Jahre alt, trotzdem machen die Mädchen schon kleine Hebefiguren und vor allem viel Stimmung in der Halle, die gefüllt ist mit Familien und Freunden. Die Generalprobe ist eine Mischung aus Varieté-Vorstellung und Familienfest.

Die älteren Engel fliegen, in die Luft geworfen von ihren Teamkameradinnen, wieder und wieder. Wer dachte, Cheerleading sei nur Herumgehüpfe mit Puscheln, wird hier schnell eines Besseren belehrt. „Wir machen Leistungssport“, betont Marina Michel, die Erste Vorsitzende des Vereins. „Wenn man beim Hochwerfen Larifari machen würde… wie sollte man das schaffen?“ Vertrauen und Teamgeist sind das Wichtigste in diesem Mannschaftssport, bei dem nichts klappt, wenn nicht alle zusammenarbeiten.

Wenn jemand ausfällt, wird kurzfristig notfalls die gesamte Choreographie, „Routine“ genannt, umgebaut. Angels Revolution, die Gruppe der ältesten Sportlerinnen, hat damit zu kämpfen, dass gleich vier Cheerleaderinnen verletzt sind und bei der Meisterschaft nicht antreten können. Für die Übrigen bedeute das Stress, sagt ein Angel, aber es stärke auch den Teamgeist. Dass die Routine am Tag der Generalprobe selbst noch verändert werden musste, ist den ältesten Angels beim Auftritt ab und zu anzusehen. Aber Marina Michel sagt nur: „Wir haben ja noch zwei Wochen Zeit.“

Dass die Generalprobe so gut gewesen sei, dass es bei der Meisterschaft daneben gehen müsse, bestreitet sie mit einem Augenzwinkern: „Bei jedem Team hat ein Teil nicht gestanden.“ Wenn das Programm bei der Meisterschaft sauber sei und stehe, sagt sie, hätte man Chancen. Angels Revolution war 2009 sogar schon mal bei der Weltmeisterschaft. Den Sportlerinnen geht es sowohl um eine gute Platzierung als auch um den Spaß an der Sache. „Spaß ist gar nicht auszuschließen“, sagt eine Cheerleaderin und lacht. Am Mittwoch, den 20. März, findet für alle interessierten Mädchen und Jungen ein Probetraining statt.

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